Fußball-EM (8): Was macht Froonck?

Abb.: Michel-Online-Katalog

In der Gruppe D will Frankreich heute in Donezk gegen Gastgeber Ukraine den Grundstein für den Einzug in die nächste Runde der Fußball-Europameisterschaft legen. Die Ukraine geht mit dem Schwung des ersten Spieltags (2:1 gegen Schweden) in die Partie; die Franzosen dürfen sich nach dem 1:1 gegen England zumindest keine Niederlage erlauben. Nach der blamablen WM 2010 steht Frankreich bei den meisten Beobachtern aber wieder hoch im Kurs – der „Equipe Tricolore“ wird sogar deutlich mehr zugetraut, als nur die Gruppenphase zu überstehen. Zum Problem könnte werden, dass die Elf von Trainer Laurent Blanc zu sehr von der Tagesform des Bayern-Stars Franck Ribéry abhängig zu sein scheint. (…weiter…)

Dabei ist „Froonck“, wie ihn die deutsche Boulevard-Presse ob der Aussprache seines Namens gerne nennt, gar nicht notwendigerweise der Alleinunterhalter im Team. Mit Florent Malouda (FC Chelsea) oder Karim Benzema (Real Madrid) sind durchaus weitere Top-Stars im Kader, und die aktuelle Erfolgsbilanz spricht eine sehr eindeutige Sprache: Seit September 2010 sind die Franzosen mittlerweile 22 Spiele lang ohne Niederlage, das 1:1 gegen England vor wenigen Tagen mitgerechnet. Im Februar 2012 gewannen die „Bleus“ in Bremen auch gegen Deutschland und zeigten dabei eine ansprechende Leistung. Und dennoch könnte Ribéry zum Unsicherheitsfaktor werden. Erwischt er eine gute Tagesform, wird es zwar ganz schwer, gegen seine Tempo-Dribblings irgendetwas auszurichten. Gelingen ihm aber insbesondere in der Anfangsphase eines Spiels mal ein paar Aktionen am Stück nicht, scheint der Spieler des FC Bayern München schnell die Lust zu verlieren, was sich in der Folge zum Beispiel in leichten Ballverlusten, unsauberen Pässen und verlorenen Zweikämpfen widerspiegelt. An solchen Tagen sind die Franzosen auf jeden Fall angreifbar. Vielleicht stapelt Trainer Blanc auch deshalb tief: „Wir nehmen die Euro zwar mit Ehrgeiz in Angriff, aber wir hängen das nicht an die große Glocke. Unser erstes Ziel bleibt es, aus unserer Gruppe herauszukommen“, sagte er kürzlich in einem Interview. Diese Strategie könnte sich in jedem Fall als clever erweisen, nimmt sie doch erheblich Druck von den Spielern.

Abb.: Michel-Online-Katalog

Historisch gesehen gehört Frankreich zu den erfolgreichsten Fußballnationen der Welt. Als einziges Land aus Europa war es für alle bisherigen Weltmeisterschaften gemeldet, auch wenn man es nicht immer bis in die Endrunde geschafft hat. Im Trophäenschrank stehen bislang ein WM-Pokal, zwei EM-Pokale und zwei Konföderationen-Pokale. Allein zwischen 1998 und 2003 holte man vier dieser Titel. Frankreich richtete übrigens auch schon früh selbst Endrunden von großen Turnieren aus, so 1938 die dritte Fußball-WM und 1960 die erste Europameisterschaft. Bemerkenswert ist die höchste Niederlage der Franzosen – mit sage und schreibe 1:17 verlor man 1908 in London gegen Dänemark. In der FIFA-Weltrangliste stehen die Franzosen momentan nur auf Platz 14, was aber über die aktuelle Form der Bleus nicht hinwegtäuschen sollte.

Über 5300 Michel-Hauptnummern sind für Frankreich seit Beginn der Markenausgaben 1849 verzeichnet, darunter 175 Blocks. Zum Thema „Fußball“ findet der Michel-Online-Katalog 20 Sätze. Die früheste Marke mit Fußball-Motiv ist MiNr.  427, die am 1. Juni 1938 anlässlich der Fußball-WM im eigenen Land verausgabt wurde. Das Versandhaus Sieger erklärt in seinem Wertcheck: „Die Briefmarken aus Frankreich sind wegen ihres Drucks und der Motivauswahl auf jeden Fall empfehlenswert. Mit einer kleinen Einschränkung – das Sammelgebiet ist aufgrund der hohen Nennwerte nicht ganz billig.“ Der durchschnittliche Monatsaufwand liege bei 6,50 Euro, was eine Wertnote von „2-3“ einbringt.

 


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Verfasst von: Torsten Berndt

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