Zinnober Zacke: Wirklich doppelt?

Zinnober wundert sich über den Katalog, aber dann wird ihm so einiges klar…

Ich sortierte einen ganzen Haufen deutscher Briefmarken aus den letzten zehn Jahren. Zu den Briefmarken, von denen ich viele hatte, zählten die Leuchtturm-Marken. Natürlich sortierte ich erst einmal nach Jahreszahlen, denn so konnte ich die Briefmarken nachher gut im Katalog finden. Ups – was war das? Gleich die erste Briefmarke tauchte im Katalog zweimal auf derselben Seite auf. Hat da jemand in der Redaktion zu tief ins Glas geschaut? (…weiter…)

Also begann ich den Katalog genauer anzusehen. Fatal: Bis auf die Katalognummer konnte ich keinen Unterschied feststellen. Sogar die Preise waren identisch. Ich weiß ja, dass die Preise im Katalog nur wenig mit dem zu tun haben, was man beim Verkaufen der Briefmarke bekommt.

Aber lassen wird das. Ich erinnerte mich, dass Dr. Phil gesagt hatte, dass ich den Katalog richtig lesen soll. Und siehe da: Am Ende des Kopftextes stand ja bei der einen Briefmarke klar und deutlich „selbstklebend“. Schade, meine Briefmarken waren alle ohne Gummi. Da konnte ich gar nicht mehr erkennen, ob das mal selbstklebende oder nassklebende waren. Aber dann las ich noch weiter. Aha: Die Zähnung ist ja auch unterschiedlich. Die selbstklebenden Stücke sollen gestanzt mit 10,25 Zähnen auf 2 cm sein, die nassklebenden gezähnt mit 13,75 Zähnen auf 2 cm.
Und da fiel es mir dann auch auf: Die selbstklebenden Briefmarken haben wirklich deutlich größere Zähne als die nassklebenden. Cool! Schon wieder ein Rätsel gelöst. Übrigens habe ich von dem Leuchtturm „Roter Sand“ zwar 18 selbstklebende, aber keine einzige nassklebende gefunden.

Zinnober Zacke

 Leuchttürme von der Deutschen Post.

Dr. Phil informiert

Selbstklebende Briefmarken gibt es in Deutschland seit 1990. Anders als die SK-Marken vieler anderer Staaten lassen sie sich problemlos mit Wasser ablösen.
Seit einigen Jahren erscheinen jedes Jahr mehrere Sondermarken selbstklebend und nassklebend. Das müsste natürlich nicht sein, denn die selbstklebenden würden ja eigentlich reichen. Da viele Sammler aber natürlich beide Versionen in ihrer Sammlung haben wollen, kann die Post auf diese Weise ein paar Millionen Briefmarken mehr an Sammler verkaufen, als wenn Sie auf die nassklebende Version verzichten würde. Meist werden die selbstklebenden Briefmarken in sehr hohen Auflagen gedruckt. Wahrscheinlich hat Zinnober deshalb so viele davon gefunden.


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Verfasst von: Torsten Berndt

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