Vom Steinwurf bis zur Geschosspost

Faule Grete.

Zeitgenössische Darstellung der „Faulen Grete“, mit der Markgraf Friedrich von Brandenburg 1414 die Mauern der Raubritterburgen im Lande zusammenschoss.

Es hat zu keiner Zeit an menschlichem Scharfsinn gefehlt, um Nachrichten möglichst schnell und sicher an ihr Ziel zu bringen. Aber wenn von der Übermittlung von Botschaften gar das Wohl und Wehe abhing, wurde der Einfallsreichtum bemerkenswert. Dabei ist es durchaus verblüffend, mit welch abenteuerlichen Methoden das Ziel erreicht wurde. Einen besonders kuriosen „Postweg“ zur Überwindung eines unpassierbaren Hindernisses fand das Hauptquartier des preußischen Feldherrn Herzog Ferdinand von Braunschweig während des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763). Seine Verbindung mit dem unterstellten General Wutginau war durch die Lahn unterbrochen. Also wurden auf beiden Seiten des Flusses Posten aufgestellt, die sich fortwährend schriftliche Nachrichten zuwarfen. Diese waren um einen Stein gewickelt und wasserdicht verpackt, um im Falle einer Wasserlandung lesbar zu bleiben. (…weiter…)

Zur Überwindung größerer Entfernungen wurden bereits in der Antike Wurfgeräte jeder Art zum Transport von Nachrichten genutzt. Später entwickelten sich regelrechte „Geschossposten“. Mehr dazu lesen Sie in der Rubrik „Klassische Philatelie“ in unserer Mai-Ausgabe. Diese liegt ab dem 26. April am Kiosk für Sie bereit. Abonnenten erhalten sie schon ein wenig früher – und zudem günstiger.


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Verfasst von: Torsten Berndt

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