Zinnober Zacke: Jahreszahlen

Zinnober ZackeUm noch einmal auf meine Zigarrenschachtel voller Briefmarken vom Flohmarkt zurückzukommen: Ich sortierte die Briefmarken erstmal nach Ländern.

Mein Briefumschlag mit unsortierten österreichischen Briefmarken war inzwischen schon prall gefüllt. Zeit für „Phase 2“ von Zinnobers Sortiersystem! An einem regnerischen Tag nahm ich mir den Umschlag und schüttete ihn auf meinem Schreibtisch aus. Alte und neue Briefmarken lagen bunt gemischt vor mir. (…weiter…)

Meine Marken möchte ich nach dem Briefmarkenkatalog sortieren. So behalte ich den Überblick und weiß, welche Briefmarken mir noch fehlen. Leider ziemlich viele!
Im Katalog sind die Briefmarken nach Jahreszahlen sortiert – wenn ich also nicht jede Briefmarke einzeln aus dem Katalog raussuchen will, ist es praktisch, wenn ich sie schon vorher nach Jahren sortiere. Dafür mache ich mir für jedes Jahr einen kleinen Haufen.
Bei alten Briefmarken stehen selten Jahreszahlen drauf, aber da früher nicht so viele Briefmarken erschienen sind wie heute, ist es dann im Katalog auch recht einfach, die Marken zu finden.

wien-1850Keine Regel ohne Ausnahme

Auf einer meiner Briefmarken stand am Unterrand „Wien 1850“. Also ab damit auf den Stapel der „ganz alten“ Briefmarken. Aber irgendwie passte sie da gar nicht hin. Die anderen Briefmarken dort sahen ganz anders aus. Sie waren kleiner, und die Stempel waren auch ganz anders. Also ging ich der Sache doch sofort auf den Grund und schlug im Katalog nach.
Im Jahr 1850 erschienen die ersten Briefmarken in Österreich – aber die sahen nun wirklich ganz anders aus als meine. Komisch. Ein Irrtum der Post? Sicherheitshalber blätterte ich noch ein paar Seiten weiter. 1851, 1858… nichts! Ein Blick auf den Stempel verriet mir, dass die Briefmarke 1857 gestempelt wurde. Also kann sie nicht erst danach ausgegeben worden sein. Ich war ratlos und radelte zu Dr. Phil. Der saß in seinem Keller und konnte mir natürlich weiter helfen.

Dauerserie Trachten

Meine Briefmarke gehört zu der Dauerserie „Trachten“, die von 1948 bis 1952 erschien. Auf Dauermarken stehen oft keine Jahreszahlen. Die Inschrift „Wien 1850“ ist einfach nur die Erläuterung, dass diese Tracht 1850 in Wien getragen wurde.
Erschienen ist die Briefmarke aber 100 Jahre später, 1950. Und im Katalog steht sie bei den Briefmarken vom Jahr 1948. Das soll einer verstehen…

Zinnober Zacke

Dr. Phil informiert

Kleine Jahreszahlen am Unterrand geben fast immer das Ausgabejahr der Briefmarke an. Zinnober hat hier leider Pech gehabt. Wenn am Unterrand keine Jahreszahl steht, findet sich manchmal ein Hinweis in der restlichen Beschriftung. Beispiel: „Olympische Spiele 1976“. Dann kann man im Katalog im Jahr 1976 und davor nachschlagen, denn meistens erscheinen Briefmarken eher vor als nach der jeweiligen Veranstaltung.
Bei gebrauchten Briefmarken mit lesbarer Jahreszahl im Stempel braucht man logischerweise nur von diesem Jahr an rückwärts zu suchen – jedenfalls, wenn der Stempel nicht falsch eingestellt ist. Es kommt auch vor, dass größere Ausgaben, vor allem Dauermarken, im Katalog zusammengefasst werden.

austria-unsortiert


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Verfasst von: Torsten Berndt

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