Tschiep-Tschiep oder Musik?

Neue Broschüre des BPDh.Um uns herum zwitschert es von früh bis spat. Das musikalische Talent heimischer Singvögel reicht dabei von einem manchmal eher nervenden „Tschiep-Tschiep“ bis hin zu beeindruckenden Melodien. Es gibt gewiss sehr unterschiedliche Motivationen, weswegen und wie intensiv sich ein (Briefmarken-)Sammler mit dem Thema „Vögel“ beschäftigt. Oft begegnet ihm dieses besonders vielfältige Motiv- und Thematikgebiet schon beim frühen Einstieg ins Phila-Hobby. Das Geschenk der Oma („100 Vogelmarken“) befindet sich wohlverpackt unter dem Weihnachtsbaum, eine Pinzette und ein Bestimmungsbuch liegen daneben – schon ist die Begeisterung für das Anlegen einer Sammlung geweckt uind begleitet den Nachwuchssammler über die Schulzeit, manchmal auch bis zum Studium und darüber hinaus.
Dass Kinder und Jugendliche sich für die Ornithologie (= Vogelkunde) auf Briefmarken begeistern lassen, darauf hofft auch Siegfried Dombrowsky von der Bundesstelle für Jugend, Familie und Bildung im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh). In der Broschüren-Reihe „Bildung+Briefmarke“ hat er pünktlich zum Erscheinen der diesjährigen Jugendmarken zum Thema „Heimische Singvögel“ eine weitere Folge realisiert, die sich unter ebendiesem Titel aus dem mittlerweile bewährten Duo Lehrer- und Arbeitsheft zusammensetzt und Pädagogen eine ansprechende Unterrichtsgestaltung ermöglichen soll.

Die Publikation stellt verschiedene heimische Singvögel vor und geht auch auf das eine oder andere Detail ein. Zudem ist die beliebte „Vogel-Uhr“ enthalten. Fachliche Unterstützung gab es von der Ornithologin Johanna Karthäuser; finanzielle Hilfen steuerten die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte sowie die Stiftung Deutsche Jugendmarke bei. Erhältlich sind die Hefte gegen Portoersatz (1,45 Euro in Briefmarken) bei der Bundesstelle für Jugend und Bildung, Siegfried Dombrowsky, Alt Riethagen 15, 29693 Hodenhagen. Die Abgabe von Klassensätzen erfolgt nach Absprache.

Als Einstieg in das Lehrerheft werden Gedanken zur Methodik und Didaktik aufgezeigt: „Laut einer Befragung kennen Schulkinder im Durchschnitt nur noch vier der zwölf häufigsten Gartenvögel. Über 7 % der Kinder kennen keine einzige Vogelart.“ (Christa Widmeyer-Falconi, LBV – Pressemeldung vom 5. Mai 2008). Dies stimmt nachdenklich und wirft die Frage auf, ob die in der Schule geforderten inhaltlichen Kompetenzen ausreichen, um dieses Defizit auszugleichen. Denn nur wer die Natur und ihre Zusammenhänge kennt, kann die Umwelt schützen.“ Mit seiner neuesten Veröffentlichung möchte der BDPh helfen, diese Wissenslücke zu schließen. Im Vorwort des Arbeitsheftes schreibt Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Heimische Singvögel sind nicht nur das Thema der Schriftenreihe Briefmarke+Bildung und des dazugehörigen Arbeitsheftes. Auch die Zuschlagmarken ,Für die Jugend‘ widmen sich diesem Thema. Die Zuschlagmarken sind jedoch nicht nur Postwertzeichen und Bildungsträger: Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Marken werden beispielhafte Maßnahmen, Projekte und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche gefördert. Ich würde mich freuen, wenn es den Heften der Reihe ,Briefmarke+Bildung‘ und den neuen Jugendmarken gelänge, Kinder und Jugendliche für unsere heimische Vogelwelt zu begeistern.“

Und wenn das Interesse an den singenden Piepmätzen schon mal geweckt ist, dann sollte man keinesfalls den sehr lesenswerten Thematik-Beitrag von BMS-Urgestein Eberhard Cölle verpassen. Im August-Heft des BMS erklärt er am Beispiel der Singvögel, wie sich eine Thematik-Sammlung sinnvoll aufbauen lässt. In unserer Ansichtskarten-Rubrik stellt er zudem vier besonders attraktive Karten zum Thema vor. Versäumen Sie also nicht die nächste Ausgabe des BRIEFMARKEN SPIEGEL (ab 26. Juli im Handel)!


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Verfasst von: Torsten Berndt

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