Marke der Woche: Watschelvögel

Tapsige Gesellen auf BriefmarkeUnsere heutige „Marke der Woche“ stammt von den Falkland Inseln und erschien am 21. November. Das Thema sind Pinguine und die Vielfalt der abgebildeten Arten verlangt eigentlich nach mindestens einer Fortsetzung. Schon allein, weil sie so süß anzuschauen sind. Betrachtet man die kleinen Tierchen, wenn sie watschelnd über Land marschieren, kann man sich kaum vorstellen, was für beeindruckende Lebenwesen man da vor sich hat. Perfekt an ihre antarktische Umwelt angepasst, sind sie halt etwas „entvogelt“. Tatsächlich ist die wackelig anmutende Art an Land sehr energieeffizient. Wer hätte das gedacht? Unter Wasser aber zeigen sie erst richtig, was in ihnen steckt. Je nach Größe und Art vermögen Pinguine bis zu 18 Minuten unter Wasser zu bleiben. Dabei erreichen sie mitunter Tiefen von über 500 Metern. Vergleicht man diese Fähigkeiten mit denen des Menschen, mit dem Tiefendruck zurechtzukommen, erhält man eine bessere Vorstellung von ihrer Perfektion. Vor etwa 3 Millionen Jahren war die Entwicklung zur heutigen Form abgeschlossen. Seither jagen sie vor allen Dingen Fische oder Krebstiere. Alle Nahrung wird entweder in neue Bewegungsenergie umgewandelt oder wandert in die Fettschicht. Diese Schicht schützt vor der Kälte, hilft aber auch die entbehrungsreiche Zeit der Brutaufzucht zu überleben. Einige Pinguinarten fasten dabei über mehrere Monate. Die Jungen allein zu lassen, wäre zu gefährlich. Insofern kann man ihnen auch als soziale Wesen durchaus Respekt zollen.

Kurzsichtiger Sprung auf einen SteinAus der IT-Branche und der Börsenspekulation kennt man den Pinguin-Effekt. Das ist das Zögern des Einzelnen, den ersten Schritt zu machen. Tut den jemand anderes, folgt geschwind die ganze Bande und alle sind dabei. So in etwa sieht es nämlich aus, wenn eine Pinguinkolonie ins Wasser geht. Grund dafür sind die Fressfeinde, die fast ausschließlich im Meer lauern. Die ersten, mutigen Pinguine sondieren also für die Gruppe, ob unter der Wasseroberfläche Seelöwen, Seeleoparden oder Orcas warten.

Vor dem Menschen haben Pinguine keine Angst. Sie hätten genug Grund dazu, wurden sie doch von Seefahrern gern verspeist, ausgepresst oder verbrannt. Ihr Fett rettete einst so manchem hungrigen Menschen das Leben. Dennoch überwiegt ihre Neugier, und es gibt immer wieder Berichte über fast schon zärtliche Kontaktaufnahmen der friedlichen Vögel. Auf den Sondermarken sehe wir folgende Arten: Albino-Schopfpinguin, Eselspinguin, Magellan-Pinguin, Felsenpinguin, Königspinguin und Goldschopfpinguin. Welcher gefällt Ihnen am besten?

Der Pinguin-Block der Falkland-Inseln


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Verfasst von: Jan Sperhake

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