Marke der Woche: Kein Leben ohne den kleinen Krill

Ross-Gebiet Nahrungskette

Ohne Krill gibt es kein Leben in der Antarktis.

Unsere heutige „Marke der Woche“ stammt aus dem Ross-Gebiet, einem Landstrich in der Antarktis, der von Neuseeland beansprucht wird. Tatsächlich leben dort keine Menschen in Siedlungen, in den Polar-Stationen arbeiten jedoch rund 280 Wissenschaftler, zum Teil ganzjährig. Die Briefmarken werden von der Postverwaltung Neuseelands ausgegeben, tragen jedoch ihre eigene Länderbezeichnung. Unsere vorgestellten Sondermarken stammen noch aus dem vergangenen Jahr, vom 20. November. Das Thema ist aber stets aktuell. Es geht um die Nahrungskette, in diesem Fall natürlich um die antarktische, die exemplarisch anhand von fünf Tierarten vorgestellt wird.

Der in jedem Fall wichtigste Vertreter der antarktischen Fauna ist der Krill. Diese kleinen Krebstiere bilden die Nahrungsgrundlage für das Ökosystem. Fische, Wale, Robben und Meeresvögel verzehren gleichermaßen die protein- und vitaminreichen garnelenartigen Tiere. Insbesondere beim riesigen Blauwal ist das Größenverhältnis von Jäger und Beute extrem. Der Schneesturmvogel ernährt sich von kleinen Fischen. Da diese in der Regel wiederum von den Krillbeständen leben, können wir hier einen direkten Zusammenhang feststellen. Die Adeliepinguine der Antarktis sind da weniger wählerisch. Ob sie nun Krebstiere fressen oder von Krill gesättigte Fische, hängt lediglich vom Angebot ab.

Der Blauwal hingegen, ernährt sich, wie bereits erwähnt, bevorzugt vom Krill, den er mit seinen langen Barten aus dem Wasser filtert. Er vermag aber auch von Phytoplankton oder anderen Krebstieren zu leben, bei dem reichhaltigen Angebot der Antarktis wandern jedoch in der Regel bis zu 40 Millionen Krilltierchen, dreieinhalb Tonnen, in den Magen, während er mit geöffnetem Maul durch das Wasser gleitet. Mit der selben Methoden fängt auch der Krabbenfresser seine Nahrung. Er vertritt dabei die einzige Robbenart, die sich auf Krill spezialisiert hat. Dazu entwickelte sich das Gebiss zu einer Art Krabbenfilter. Krabbenfresser sind die Robbenart mit der größten Population. Zumindest ist dies noch der Fall. Die Klimaerwärmung bedroht nämlich zunehmend den Lebensraum des Antarktischen Krills. Der Rückgang der Bestände hätte katastrophale Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem der Antarktis und damit vermutlich auch für die Weltmeere.


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Verfasst von: Jan Sperhake

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