Marke der Woche: Späte Ehre

Spanisches U-Boot PeralUnsere heutige „Marke der Woche“ aus Spanien taucht mit leichter Verspätung auf. Sie erscheint am Dienstag, dem 18. Februar, bezieht sich jedoch auf ein Jubiläum des vergangenen Jahres. Denn 1888 testete der spanische Ingenieur Isaac Peral sein nach sich selbst benanntes Unterseeboot. Die Markengrafik belegt 2013 als 125. Jubiläumsjahr. Aber in der Geschichte der Unterwasser-Seefahrt ist eine leichte Verzögerung im Ablauf normal. Wir wollen das als augenzwingernde Genre-Kritik hinnehmen.

Der Traum vom U-Boot ist bereits sehr alt. Seit der Antike gab es immer wieder Visionäre,  die solche Maschinen als existent oder aber vorstellbar präsentierten. Die existierenden Unterseeboote lagen allerdings stets in so weit entfernten Gegenden, dass man sie leider nicht selbst betrachten konnte. Die auf Bauplänen geschaffenen Fahrzeuge wurde meist aufgrund fehlender Geldgeber nicht verwirklicht.

Einige, die es bis in die Testphase geschafft hatten, erlitten eher tragische Schicksale. Im Falle von Isaac Peral verhielt es sich allerdings umgekehrt. Der Ingenieur und Marine-Offizier hatte erfolgreich im Marine-Ministerium für den Bau seines U-Boots geworben. Die „Isaac Peral“ lief am 8. September 1888 vom Stapel. Sie hatte einen funktionsfähigen Elektromotor, ein automatisches Luftaustauschsystem und zwei Torpedorohre. Erste Tests vor Militärs und Prominenz zeigten sich im Ergebnis sehr vielversprechend. Der Schöpfer wurde prompt mit dem Bau eines zweiten Bootes beauftragt. Dazu sollte es allerdings nicht mehr kommen. Aus nicht näher bekannten Gründen wurde der Auftrag zurückgezogen. Peral quittierte 1891 enttäuscht den Dienst und starb nur vier Jahre später an einer Meningitis, die er sich nach der Operation eines Gehirntumors zugezogen hatte.

Dennoch wird sein Werk bis heute gewürdigt. Das erste U-Boot in spanischen Diensten wurde nach Peral benannt. Gleichzeitig wird seit 1988, also ein Jahrhundert nach dem ersten U-Boot-Test, an der Entwicklung einer neuen U-Boot-Klasse gearbeitet, die aller Wahrscheinlichkeit um 2017 herum in Dienst gestellt werden soll: die Isaac-Peral-Klasse. Davon hat der gekränkte Erfinder zwar auch nichts mehr, aber immerhin…


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Verfasst von: Jan Sperhake

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