Marke der Woche: Helmpflicht

Australische Militär-Kopfbedeckungen auf BriefmarkenDie australische Post veröffentlicht in dieser Woche vier Sondermarken zu Ehren des 100-jährigen Bestehens der australischen Verteidigungskräfte und wählt dazu zum einen deren Logo und zum anderen drei verschiedene Kopfbedeckungen der drei Teilstreitkräfte: Armee, Luftwaffe und Marine.

Militärische Kopfbedeckungen gab und gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, die dazu auch noch unterschiedliche Verwendung finden. Auch hier ließe sich ein weites Sammelfeld aufspannen, dass aber bedingt durch die zum Teil extreme Seltenheit vorantiker Stücke und des mit der Zeit wachsenden Platzbedarfes doch eher institutionellen Einrichtungen wie Museen vorbehalten bleiben dürfte.

Wenn man an Kopfbedeckung für das Militär denkt, kommt einen unweigerlich das Bild eines Helmes in den Kopf. Auch bei den Helmen werden verschiedene Funktionen der Kopfpanzerung unterschieden. Während der Helm im Gefecht eher schlicht und funktionell gehalten ist, findet man bei den Paradehelmen der verschiedenen Epochen und Nationen wahre Prachtstücke.

Die imposantesten Helme der vergangenen historischen Epochen sind zum Beispiel die in der Antike oftmals mit einer Pferdemähne, der sogenannte Lophos, verzierten Prachthelme, die bei den in der griechischen Region beheimateten Völkern in Gebrauch waren. Oder auch die römischen Helme der Zentauren, die zum Teil „Augenbrauen“ als Zierde eingraviert hatten. Ein sehr martialisch anmutender Helm der Römer ist der bekannte Murmillo, der für Gladiatorenkämpfe eingesetzt wurde. Der aus Eisen gefertigte Kopfschutz hat eine weit ausladende Krempe, die als Stirn und Nackenschutz dient. Dazu weist er einen gitterartigen Gesichtsschutz auf. Auch dieser Helm besitzt einen lateral verlaufenden Kamm, der mit einer Helmzier versehen werden konnte.

Die Gefechtshelme der Neuzeit sind mittlerweile aus verschiedenen Kunstfasern gefertigt und weisen seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den verschiedenen nationalen Militäreinheiten eine ähnliche Form auf, die sich stark an den deutschen Gefechtshelm M1935/42-Helm anlehnt.

Modernste Gefechtshelme lassen sich auch über integrierte Funkgeräte, Infrarotsichtgeräte, Kameras, Gehörschutz und modularem Schutz vor B- und C-Waffen erweitern.


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Verfasst von: Boris M. Hillmann

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