Briefmarke der Woche: Das größte Mysterium aller Zeiten

Motiv Liebe auf australischen Briefmarken„Love is in the air…“ Mit diesem Titel eines bekannten Liedes aus den 70er Jahren stimmt die Australische Post über die Emission ihrer Liebes-Briefmarken diese Woche auf das ganz große Gefühl ein. Wir wollen an dieser Stelle aber gar nicht auf die luftigen Motive, sondern gleich auf das damit assoziierte große Thema eingehen und einmal fragen: Was hat es mit der Liebe eigentlich auf sich?

„Liebst Du mich?“ – „ Ja.“
„Wirklich?“ – „Ja, wirklich.“
„Aber auch wirklich wirklich?“ – „…“

Paul Watzlawick bringt es mit diesem Dialog in seinem Buch „Anleitung zum Unglücklich Sein“ auf den Punkt. Wer nach Liebe fragt, hat schon verloren… Und dennoch beschäftigt sich seit Anbeginn der Zeit jede Generation mit diesem, uns alle bewegenden Gefühl. Was wären Kunst, Literatur, Musik, Film und Alltag ohne dieses Mysterium, welches uns so viel Kopfzerbrechen und Freude bereitet. Ist es ein Gefühl? Und wenn ja, warum?

Fragt man die Herren (und Frauen) Wissenschaftler nach der Liebe, dann wird auf neurobiochemische Prozesse verwiesen. Liebe sei eine Triebfeder für den Trieb selbst, verursache also eine erhöhte sexuelle Aktivität. Verliebtheit entspringe auch dem im Gehirn befindlichen Hypophysenlappen, der körpereigene Opiate freisetzt, die, ihrem Namen alle Ehre erweisend, einen rauschartigen Zustand, die Verliebtheit, erzeugen. Die Liebe ist demnach nur eine körpereigene Droge.

Wenn uns die Liebe befällt, dann sind wir also nur Opfer von Hormonen und der körpereigenen biochemischen Keule, die uns emotional darnieder streckt. Da sich unser Körper allerdings an die ausgeschütteten Hormone, Pheromone, Opiate und den ganzen körpereigenen Drogencocktail gewöhnt, flacht das euphorische Gefühl, die Verliebtheit, bzw. der Drogentrip nach einigen Monaten wieder ab.

Das alles erklärt uns zwar in etwa, wie die Liebe funktioniert, zumindest auf molekularer Ebene, aber gibt noch keine Erklärung für das Warum. Der evolutionsbiologische Exkurs hierzu soll uns aber erspart bleiben, damit wir den romantischen, von uns Unwissenden ersonnenen Teil nicht gänzlich über Bord werfen müssen.

Denn die Liebe selbst fragt nicht nach dem Warum. Sie ist da oder nicht. Warum ist auch gänzlich unwichtig. Wichtig ist nur, dass die Liebe uns erst zum kompletten Menschen macht und uns mit ihren vielen Gesichtern alle verbindet. Sei es die Liebe zur Familie, zum Ehe- oder Lebenspartner, zum gemeinsamen Kinde oder zu einem gemeinsamen Hobby.

Von daher…

In Liebe…


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Verfasst von: Boris M. Hillmann

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