Briefmarke der Woche: Miez, Miez, Miez…

Katzen auf australischen BriefmarkenDie Briefmarken, die wir Ihnen diese Woche vorstellen wollen, erschienen bereits am 5. Mai und wurden von der australischen Post herausgegeben. Während vor einigen Wochen diverse Hunderassen geehrt wurden, sind es nun einige Vertreter aus der Katzenfraktion.

Es gibt Leute, die Menschen nach ihrer Vorliebe für Hund oder Katze beurteilen. Hundliebhabern wird nachgesagt, sie benötigen jemanden, der endlich auch mal auf sie hört, also den Hund, sofern der das dann auch tut. Mit Katzen funktioniert die Befehlsform relativ schlecht. Das liegt am artspezifischen Sozialverhalten.

Während der Hund, also eigentlich ein domestizierter Wolf, als Rudeltiere seinem Leitwolf absolute Loyalität zukommen lässt, duldet die Katze, als einzelgängerisches Raubtier, den Mensch lediglich als Dosenöffner in ihrem Revier. Der Mensch „darf“ sozusagen bei Katze wohnen.

Es gibt Vor- und Nachteile bei beiden Haustieren. Grundsätzlich kann man schon davon ausgehen, dass ein Hund deutlich mehr Arbeit macht und auch deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dafür ist er aber meist ein vollwertiges Mitglied der Familie, bzw. des Rudels.

Das kann eine Katze auch sein, zumindest in der entrückten Wahrnehmung der Menschen, muss dafür aber niemals Gassi geführt werden. Katzen sind, wie gesagt, Einzelgänger. Eine Bindung im Sinne einer emotionalen Verbundenheit wird von Katzen nicht unbedingt vorgeheuchelt, aber doch gezielt zur Erlangung ihrer eigensten Bedürfnisse, sagen wir einmal, eingesetzt. So protestiert die Miezekatze schon mal mit nicht im Katzenklo platzierten Hinterlassenschaften, wenn man mal für ein paar Tage weg war und jemand anders als Dosenöffner eingesprungen war. Das zur Begrüßung einsetzende Gemaunze soll eigentlich nur das Missfallen über die nicht genehmigte Abwesenheit verdeutlichen und nicht etwa als freudige Jubellaute ob des Wiedersehens verstanden werden.

Wer schon mal mit Siamkatzen zu tun hatte, weiß wovon die Rede ist. Tatsächlich „sprechen“ diese Katzen mit den Menschen in ihrer Umgebung. Neue Mieter im Haus werden „begrüßt“, in dem man vor der Wohnungstür maunzt, bis die Tür geöffnet wird. Wie selbstverständlich stolziert man dann durch die Räumlichkeiten, ignoriert das Staunen des Türöffners und begutachtet das neue Mobiliar. Katzen sind sehr konservativ und mögen Veränderungen wenig, eigentlich überhaupt nicht. Entsprechend abfällig zu deutende Kommentare in Form von „Miau“ oder „Miaaaauuu“ begleiten daher die Inspektion. Direkten Blickkontakt benötigt diese Art der Kommunikation nicht, der Herr Mensch wird schon verstehen, was gemeint ist.


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Verfasst von: Boris M. Hillmann

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