Briefmarke der Woche: Sport vom anderen Ende der Welt

Netball auf australischer BriefmarkeEs ist alles etwas anders in manchen Regionen der Welt: Die Autos fahren auf der falschen Seite, das Wasser der Klospülung dreht sich umgekehrt und die Sportarten sind auch völlig anders als bei uns. Das ist nichts Neues und dennoch den Meisten unbekannt: Netball – eine Sportart, die vorwiegend in Australien, Neuseeland, Südafrika und Großbritannien gespielt wird. Der rote Kontinent verausgabte bereits letzte Woche eine Briefmarke, welche an die Weltmeisterschaft in diesem Jahr erinnert.

Im Grunde funktioniert Netball wie das Basketball, das ja auch einst aus Nordamerika zu uns nach Westeuropa gedribbelt wurde. Zwei Mannschaften, die auf einem sehr genau abgemessenem Spielfeld sich gegenseitig den Ball am Ende des Spielfeldes in einen erhöht angebrachten Korb zu werfen.

Unterschiede existieren vorwiegend in der Defensive, die keinen Körperkontakt duldet, und auch der eigentliche Angriff auf den Korb darf nur innerhalb der Wurffläche direkt um den Korb erfolgen. Dribbeln und gehen mit dem Ball ist auch nicht erlaubt, lediglich einen einzigen Schritt kann der Spieler mit dem Ball Richtung gegnerischen Korb machen.

Das klingt alles zunächst etwas langweilig, wo bleibt denn da die Action? Nun, in Sydney finden dieses Jahr die Weltmeisterschaften statt. Ganz so langweilig kann es ja dann doch nicht sein.

Neben Netball gibt es noch etliche andere Sportarten, die sich global nicht etabliert haben, aber regional großer Beliebtheit erfreuen. So die in Thailand etwa seit dem 16. Jahrhundert gespielte Ballsportart Sepak Takraw. Auch in anderen ostasiatischen Ländern ist dieser Sport unter anderem Namen bekannt, auf den Philippinen ist sie sogar die Nationalsportart.

Das Spiel funktioniert ähnlich wie Volleyball, nur dass hier lediglich drei Personen eine Mannschaft bilden und ein speziell gefertigter Ball, der ursprünglich aus Rattan geflochten war, nur per Fuß über das in der Mitte gespannte Netz auf den Boden des gegnerischen Feldes gedonnert wird. Dies gilt es natürlich zu verhindern. Unbedingt mal ansehen, das ganze ist extrem akrobatisch!

Auch heute entstehen neue Sportarten, die ihre Inspiration etwa aus Fantasy-Filmen haben. Harry Potter, der bekannte Zauberlehrling aus der gleichnamigen Kinderbuch-Reihe, fliegt auf einem Besen beim fiktiven Magier-Sport Quidditch über das Spielfeld und versucht einen roten Ball in die Torringe der gegnerischen Mannschaft zu werfen. Dabei gibt es noch allerlei anderes Magischen zu beachten, was aber real nicht relevant ist.

Die in den USA erfundene Adaption dieses Spiels kommt auch ohne das Fliegen aus: Die Spieler rennen trotzdem mit einem Besen zwischen ihren Beinen über das Spielfeld… Mittlerweile gibt es vorwiegend auf College-Ebene zahlreiche Mannschaften, die sich mit dieser skurrilen Sportart, mit Verlaub, zum Affen machen.


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Verfasst von: Boris M. Hillmann

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