Briefmarke der Woche: Werde Hund eines großen Hauses

Briefmarke der Woche: Werde Hund eines großen Hauses

Mit ihren treuen Hundeblicken schauen sie den Betrachter direkt an und lassen nicht nur die Herzen von Briefmarkensammlern höher schlagen: die Bilder der aktuellen Welpen-Serie „Vertraute Tiere“ aus Japan. Die Bögen mit blumigen Hintergründen und Herzen auf den Bögen vertragen etwas Kitsch und machen die Motive der jungen Hunde zu einem echten Hingucker .

Dabei stammen die gezeigten Hunderassen nicht direkt aus Japan, auch der prominenteste vierbeinige Vertreter Akita Inu ist nicht vertreten. Dabei wird die Abstammung von mindestens 17 einheimischen Hunderassen nachgewiesen und das Land blickt auf eine 2000 Jahre lange Entwicklungsgeschichte zurück. Hunde galten in Japan als Statussymbol: „Wenn du schon einmal ein Hund wirst, dann werde der Hund eines großen Hauses“, heißt es in einem japanischen Sprichwort.

Als Hund eines großen Hauses galt unter anderem der Akita Inu. Als Hund der Samurai war es dem Volk unter Todesstrafe verboten, diese Hunderasse zu halten. Der Akita Inu stammt von der nördlichen Insel Honshu und wurde als Begleit-, Jagd- und Arbeitshund eingesetzt. Während des letzten Jahrhunderts verwendeten die Japaner viel Energie darauf, diese Hunderasse wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzuzüchten, nachdem der Akita Inu vor 200 Jahren mit europäischen Rassen gekreuzt wurde, um bei Hundekämpfen eingesetzt zu werden. Dazu wurde die Ausfuhr dieser Hunde verboten, und im Jahr 1931 wurden sie sogar zum geschützten Nationalgut erklärt. Erst 1970 war die Rückzucht abgeschlossen.Vertraute Tiere auf Briefmarken aus Japan

Die Hundeliebe der Japaner drückt sich auch in einer Bronzestatue eines Akitas am Bahnhof von Shibuya aus, und in Odate, dem Zentrum der Akita-Zucht, wurde sogar ein Museum über die Hundezucht eröffnet. Die Entwicklung japanischer Hunderassen hat sich in zwei großen Einwanderungswellen abgespielt, in denen sie vom asiatischen Festland auf die japanischen Inseln gelangten. Die erste Welle begann etwa 1000 vor Christus und begann in Südost-Asien und verlief über Taiwan und die Ryukyu-Inseln, die zweite Welle erfolgte mit Einwanderern über die koreanische Halbinsel in der Zeit von 300 vor bis 600 nach Christus.

Die Hunde passten sich den klimatischen und geografischen Rahmenbedingungen Japans an und entwickelten sich dadurch weiter. In der Neuzeit kam eine Phase der kompletten Abschottung des Landes hinzu, wodurch fast keine Vermischung mit ausländischen Hunderassen möglich war. Grundsätzlich galt auch die Einstellung der Japaner, die Natur so zu belassen, wie sie ist und nichts zu verändern.

Mit großer Offenheit begegnet das Land heute verschiedensten Hunderassen, was sich in der Auswahl der Briefmarkenmotive widerspiegelt. Die Vielfalt geht weit über den asiatischen Raum hinaus, und die Briefmarken zeigen weltweit beliebte Hunderassen wie Golden Retriever, Yorkshire Terrier, Beagle, französische Bulldogge oder American Cocker Spaniel. Auch kontinentale Hunde wie Zwergspaniel, Dachshund, Zwergspitz und Zwergschnauzer sind abgebildet. Zwergpinscher, Cavalier King Charles Spaniel, Toy Poodle, Malteser, Mops und Zwergpinscher sind zu sehen. Chihuahua, Shiba, Shih Tzu, Welsh Corgi Pembroke und Bichon Frisé runden die Welpen-Vielfalt ab – ganz unter dem Motto „Vertraute Tiere“.

Die Briefmarken erscheinen am Freitag, 23. Oktober, in den Wertstufen zehn Mal 52 Yen und zehn Mal 82 Yen, jeweils im Kleinbogen.

Von Katrin Westphal


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Verfasst von: Verena Leidig

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