Marke der Woche: Kleine Insel ganz groß

Marke der Woche: Kleine Insel ganz groß

Die kleine Insel im Ärmelkanal ist für Touristen ein besonders beliebtes Urlaubsziel. Ausgedehnte Strände locken viele Besucher auf die sonnenreichste Insel Großbritanniens. In der Bucht von Saint-Malo, 150 Kilometer vor Großbritannien, liegt mit 100.000 Einwohnern die größte Kanalinsel. Jersey untersteht zwar als Kronbesitz der britischen Krone, gehört aber nicht zum Vereinigten Königreich. Die Insel hat ein eigenes Parlament, eine Gesetzgebung, eine eigene Währung – und eigene Briefmarken.
Am heutigen Montag erscheinen zehn knallbunte Illustrationen als Lokalbrief, die einen ersten Eindruck zum Thema „Meine Insel Jersey“ geben. Sie zeigen, was das Leben auf der Kanalinsel ausmacht: Das Meer, die Strände, die Royals – und Kühe.

Jersey Briefmarke

Das Jersey-Rind darf auf einer Briefmarkenausgabe zum Leben auf der größten Kanalinsel nicht fehlen.

Oder besser gesagt – Rinder, denn das Jersey-Rind ist eine der weltweit ältesten Rinderrassen und wurde auf der Kanalinsel ohne Beeinflussung gezüchtet. Die kleinen, gelblich bis hellbraunen Jersey-Rinder sind bei Züchtern sehr geschätzt, da sie eine besonders hohe Milchleistung und Robustheit bei gleichzeitig sanftmütigem Temperament auszeichnet. Ein besonderes Merkmal ist vor allem der hohe Fett- und Eiweißgehalt ihrer Milch.
Die Illustrationen zeigen auch Blumen. Sie spielen auf Jersey eine große Rolle und das „Jersey Battle of Flowers“ ist das bedeutendste kulturelle Ereignis. Es wird jedes Jahr im August gefeiert und von einer Parade blumengeschmückter Wagen gebildet.

Briefmarke Insel Jersey 2015

Zahlreiche Sonnenstunden und mediterranes Klima locken jährlich zahlreiche Touristen auf die im Ärmelkanal gelegene Insel Jersey.

Blumen wachsen auf Jersey in Fülle, denn das Klima ist dort durch den Golfstrom das gesamte Jahr über sehr mild. Die Winter sind meistens frostfrei, so dass eine Mischung aus mediterraner Vegetation und dem Klima gemäßigter Breiten eine üppige Vegetation entstehen ließen. Sogar wilde Orchideen wachsen auf der Insel. Die Landwirtschaft ist für die Insel wichtig und stark verbreitet, auch wenn sie in ihrer Bedeutung auf dem Rückmarsch ist.
Denn neben Tourismus und Landwirtschaft standen während der letzten Jahre Finanzdienstleistungen im Vordergrund. Jersey hat einen Einkommenssteuerhöchstsatz von 20 Prozent – das lockt ausländische Investoren an. Die niedrigen Steuersätze sind durch das eigene, unabhängige Steuersystem möglich.
Außer Englisch wird auf der Insel auch Französisch gesprochen. Letzteres allerdings mit starkem Dialekt, der von den Einheimischen selbst als Jersey-French bezeichnet wird. Der Sprachenmix hat nicht nur geografische, sondern auch historische Wurzeln.
Jersey war Teil der Ländereien des Herzogs der Normandie, bis diese im Jahr 1204 an England verloren gingen. Jersey ging zu diesem Zeitpunkt zusammen mit den anderen Kanalinseln in den Besitz der englischen Könige über. Aus diesem Grund gehören sie auch nicht zu Großbritannien, sondern zum englischen Königshaus – und aus diesem Grund werden Briefe auf oder von Jersey mit eigenen Briefmarken verschickt. .


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Verfasst von: Katrin Westphal

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