Briefmarke der Woche: Weihnachtsgrüße aus der Südsee

Briefmarke der Woche: Weihnachtsgrüße aus der Südsee

Unberührte Traumstrände, Kokosnussbäume und exotische Pflanzen werden normalerweise mit Wallis und Futuna verbunden. Die kleine Inselgruppe liegt im südlichen Pazifik, zwischen Fidschi, Samoa und Tonga – und veröffentlicht am Mittwoch, 23. Dezember, eine neue Briefmarke, die statt Südseefeeling Weihnachtsstimmung pur vermittelt.Stempel Wallis und Futuna
Unter dem Titel „Weihnachtszeit“ zeigt das Briefmarkenmotiv die Krippenszene und ist in der Wertstufe 250 CFP-Franc im 10er Kleinbogen erhältlich. Wallis und Futuna ist französisches Überseegebiet, und die meisten Bewohner sind streng gläubige Christen. Auf den Inseln gibt es viele Kirchen, von denen einige zu den Sehenswürdigkeiten der Inseln zählen. Christlicher Glaube herrscht bei den knapp 14.000 Einwohnern vor: 98 Prozent der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an.Vor allem aber zeichnen die Traumstrände mit weißem Sand und Lagunen die Inselgruppe mit den tropischen Temperaturen aus. Besonders beliebt sind bei den Besuchern auch die Rundflüge, die von Wallis aus angeboten werden. Aus der Vogelperspektive lassen sich die vielfältigen Farbenspiele der Landschaften am besten erkennen und auch, wie sich die Inseln zusammensetzen.Weihnachts-Briefmarke Wallis und Futuna
Die Gebirge, die sich über das Land der Inseln ziehen, entstammen aus vulkanischer Aktivität, aus der die Inseln ursprünglich entstanden. Das ist allerdings sehr lange her und die Vulkane sind längst erloschen. Auch der Kratersee Lalolalo ist ein beliebtes Ziel für die Inselbesucher. Er ist kreisrund und von steilen Felswänden und Dschungel umgeben. Dort leben zahlreiche exotische Vögel und Fledermäuse. Geführte Trekkingtouren werden auf allen Inseln angeboten, dann geht es zu Fuß durch Steinlandschaften und Regenwälder.
Unter der Wasseroberfläche erschließen sich paradiesische Welten und die Unterwasserwelt im südlichen Pazifik lockt zahlreiche Taucher an. Überall auf den Inseln gibt es kleine Hotels, dennoch leben die Einwohner vor allem vom Anbau von Kokosnüssen. Auch mit Gemüseanbau, Viehhaltung und Fischerei wird der Lebensunterhalt bestritten.
Die Bevölkerung verteilt sich auf die Wallis- und die Horn-Inseln, wobei auf den Wallis-Inseln doppelt so viele Menschen leben. Zu den Horn-Inseln gehört auch die Insel Futuna. Das Territorium der Inseln zählt politisch zu Frankreich. Dabei besteht Wallis und Futuna aus insgesamt drei Monarchien auf Wallis, Avo und Futuna. Mit dem Repräsentanten aus Frankreich regieren sie gemeinsam mit drei gewählten Legislativen.
Wallis und Futuna stellen auch einen Abgeordneten und einen Senator, der die Interessen der Inseln in den beiden Kammern des französischen Parlaments vertritt. Im Vergleich zu anderen französischen Gebieten in der Region gab es von den Einheimischen der Inselgruppe fast keine Autonomiebestrebungen. Amtssprache von Wallis und Futuna ist Französisch, doch es werden auch einheimische polynesische Sprachen gesprochen.
1616 wurde der heutige Teil der Futuna-Inseln erstmals von Holländern entdeckt und als Horn-Inseln bezeichnet, 150 Jahre später steuerten die Engländer die Wallis-Inseln an. 1842 erklärte Frankreich die Inseln zu seinem Protektorat und besetzte sie im Jahr 1888. 1959 stimmten fast alle Einwohner bei einer Volksbefragung der Eingliederung in die Französische Republik zu. Zwei Jahre später erhielten Wallis und Futuna den Status eines Übersee-Territoriums und die Einwohner wurden französische Staatsbürger.


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Verfasst von: Katrin Westphal

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