Briefmarke der Woche: Manege frei in Monte Carlo

Briefmarke der Woche: Manege frei in Monte Carlo


Monaco_Zirkus„Vive le Cirque! Vive le Festival International du Cirque de Monte-Carlo!“ heißt es, wenn sich im Januar die Manege zum 40.sten Internationalen Zirkus-Festival in Monaco öffnet. Bei dem zehntägigen Festival im berühmten Zirkuszelt Chapiteau de Fontvielle in Monte Carlo treten Zirkuskünstler aus aller Welt auf. Eine internationale Jury kürt jährlich die besten Darbietungen mit goldenen, silbernen und bronzenen Clowns –Auszeichnungen, die mit den Hollywood-Oskars vergleichbar sind. Das Zirkus-Festival wird von Fernsehsendern in über 50 Ländern ausgestrahlt und steht unter der Schirmherrschaft der monegassischen Fürstenfamilie.

Jedes einzelne Jubiläum des Festivals zelebriert Monaco mit besonderen Briefmarken: Am Dienstag, 5. Januar, erscheinen die Festivalplakate der Vergangenheit als Briefmarkenmotive unter dem Titel „ 40. Fest des Zirkus von Monte Carlo“. Das zehnte Jubiläum wird mit einem Elefanten auf der Weltkugel bebildert, das 20.ste zeigt die Jubiläumszahl mit einem Clown, beim 30.sten steht ebenfalls ein Clown im Mittelpunkt und zum aktuell 40.sten Jubiläum wird neben einem Zirkusvorhang an den Gründer Fürst Rainier III erinnert. Die Briefmarken erscheinen zweimal im Wert von 0,80 Euro und zweimal zu 1,00 Euro.

Dieses Festival ist Fürst Rainiers Zirkus-Liebe zu verdanken. Das monegassische Staatsoberhaupt war von Kindsbeinen an von der Manegekunst begeistert und rief im Jahr 1974 das erste Zirkus-Festival in Monte Carlo ins Leben. Er entwickelte das Programm selbst und lud Artisten aus der ganzen Welt zu seinem internationalen Zirkusfestival. Damit schuf er eine Plattform, die sich innerhalb weniger Jahre zu einer der prestigeträchtigsten und bedeutendsten Zirkusereignisse der Welt entwickelte.

Seit seinem Tod im Jahr 2005 steht seine Tochter Stéphanie dem Festival als Präsidentin vor. Auch ihr Herz schlägt seit ihrer Kindheit für den Zirkus: Mit neun Jahren wirkte sie erstmals in der Kinderjury des Internationalen Zirkus-Festivals mit. Die Prinzessin besucht nicht nur alle Vorstellungen, sondern beteiligt sich auch an den Vorbereitungen und der Durchführung. Sie entscheidet bei der Auswahl der Teilnehmer, stellt die Shows zusammen und hat ein Auge auf die Licht- und Musikauswahl. Auch bei allen organisatorischen Belangen ist Stéphanie involviert.

Die besten Akrobaten, Clowns und Tier-Darbietungen aus aller Welt werden vorab ausgewählt und eingeladen. Die Kreationen sind in der Regel sehr innovativ und avantgardistisch. Tradition wird erhalten, aber auch neu interpretiert. Wenn es für in Monte Carlo wieder „Manege frei“ heißt, ziehen Akrobatikweltmeister, Motorradfahrer mit röhrenden Maschinen, Clowns und Dompteure das Publikum in ihren Bann.

Das Zirkuszelt ist riesig: Es hat einen Innendurchmesser von 49 Metern und bietet Platz für 3.800 Gäste. Bekannt ist vor allem die Fürstenloge, in der nicht nur Stéphanie, sondern auch andere Mitglieder der monegassische Fürstenfamilie bei den Darbietungen mitfiebern. Das Festival wurde nur zweimal abgesagt. Das erste Mal fiel das Ereignis wegen des Todes von Grace Kelly im Jahr 1982 aus, das zweite Mal 1991 wegen des Zweiten Golfkriegs.

Das Festival ist zwar eine Plattform für den klassischen Zirkus, doch auch neue, kreative Kreationen werden in Monte Carlo gesucht und gefördert. Damit soll die Kunstform Zirkus nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickelt werden. Vor allem neue Generationen soll die Leidenschaft für den Zirkus entfacht werden.


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Verfasst von: Katrin Westphal

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