Briefmarke der Woche: Ronnie Peterson in der Feuerhölle von Monza

Briefmarke der Woche: Ronnie Peterson in der Feuerhölle von Monza

Es war ein tragischer Unfall. Beim Grand-Prix von Italien in Monza ereignete sich eine Massenkarambolage, bei der Formel- 1-Pilot Ronnie Peterson am 10. September 1978 schwer verunglückte. Er wurde aus seinem brennenden Lotus gezogen. Beide Beine des Rennfahrers waren gebrochen und er wurde in derselben Nacht sechs Stunden operiert. Eigentlich sollte er bald wieder Rennen fahren können, doch Petersons Gesundheitszustand verschlechterte sich während der Operation rapide. Am 11. September 1978 starb er an einer Fettembolie, die während des operativen Eingriffs auftrat.

Fährt sein erstes großes Rennen in Monaco - Formel-1-Fahrer Ronnie Peterson, der 1978 in Monza verunglückt.

Fährt sein erstes großes Rennen in Monaco – Formel-1-Fahrer Ronnie Peterson, der 1978 in Monza verunglückt.

Sein erstes Formel-1-Rennen war der Große Preis von Monaco, bei dem Ronnie Peterson 1970 den siebten Platz belegte. Ihm zu Ehren gibt es in Monaco ab Dienstag, 1. März, zwei neue Briefmarken. Unter der Überschrift „Legendäre Formel-1-Fahrer. Ronnie Peterson“ zeigen sie den Rennfahrer mit blau-gelbem Helm im Profil und außerdem im Rennwagen auf der Strecke. Die Briefmarken erscheinen in den Wertstufen 0.80 € und 1.00 €.
Den Unfall erlebte Peterson bei vollem Bewusstsein. Er wurde innerhalb weniger Sekunden aus dem brennenden Fahrzeug gezogen, während sein brennendes Fahrzeug gelöscht wurde. Gleich nach dem Start verengte sich der Fahrbahnabschnitt, den die Formel-1-Piloten mit etwa 200 Stundenkilometer passierten.

Geplatzter Tank

Durch die Enge drängte Riccardo Patrese den neben ihm fahrenden James Hunt nach links ab, der dabei das rechte Hinterrad von Petersons Lotus berührte. Peterson brach daraufhin nach rechts aus und schlug frontal in die Leitplanken ein. Der Tank des Lotus platzte und der Kraftstoff entzündete sich. Vittorio Brambilia fuhr in das brennende Fahrzeug, das daraufhin in die Leitplanken auf der linken Seite geschleudert wurde. Sechs weitere Fahrzeuge wurden noch in die Massenkarambolage verwickelt – das tragische Rennen wurde abgebrochen.
Im Internet wird auf der Seite von Research Racing von einem User behauptet, dass Ronnie Peterson nicht hätte sterben müssen: Er habe Chlorgas eingeatmet und das hätte in Verbindung mit einer Vollnarkose tödliche Folgen gehabt. Diese Wirkung hätte den Ärzten bekannt sein müssen. Auf der Homepage von Motorsport-Magazin vermutet ein anderer User, Peterson sei nicht an den Folgen von Giftgas, sondern an den Umständen, dass während seiner Operation Knochenmark ins Blut gekommen sei, gestorben.

Probleme bei der Versorgung

Definitiv ging bei der Versorgung des Rennfahrers einiges schief. Der Arzt an der Rennstrecke wurde von der Carabinieri daran gehindert, den auf dem Asphalt liegenden Peterson zu versorgen. Der Krankenwagen traf erst nach zehn Minuten ein – angeblich hatte der Fahrer vorher vergessen zu tanken – und nach 40 Minuten wurde Peterson mit einem Hubschrauber in die Klinik gebracht.
Die Schuld an der Karambolage wurde zuerst Riccardo Petrese zugewiesen und dem Fahrer der Prozess gemacht. Er und Restelli wurden wegen Totschlag angeklagt, wegen unterschiedlicher Zeugenaussagen jedoch freigesprochen. Erst nach mehreren Monaten wurden Hubschrauberaufnahmen ausgewertet, die belegten, dass der Unfall von James Hunt ausgelöst worden war. Hunt habe die Feuerhölle von Monza nie überwinden können.
Postum belegte Ronnie Peterson in der Fahrerweltmeisterschaft 1978 den zweiten Platz. Für viele Formel-1-Fahrer war Peterson ein Vorbild, einige wie Michele Alboreto oder Gilles Villeneuve fuhren in Ronnie Petersons Helmdesign. Zu seinem 40. Jahrestag seines ersten großen Sieges in Monaco startete Formel-1-Pilot Marcus Ericsson dem großen Vorbild zu Ehren ebenfalls mit blau-gelbem Helm.


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Verfasst von: Katrin Westphal

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