Briefmarke der Woche: Eine Sammlung im Auftrag ihrer Majestät

Briefmarke der Woche: Eine Sammlung im Auftrag ihrer Majestät

Er gilt als einer der berühmtesten Briefmarkensammler der Welt: König George V. von England, der von 1910 bis 1936 das englische Reich regierte. Er legte eine beachtliche Briefmarkensammlung mit mehr als 300 Bänden an, die über zahlreiche philatelistische Raritäten verfügt und noch heute großen Ruhm genießt.

Briefmarke der Woche - König George V. schmückt Jerseys neue Briefmarken.

Briefmarke der Woche – König George V. schmückt Jerseys neue Briefmarken.

Auf Jersey erscheinen am Mittwoch, 9. März, neue Briefmarken unter dem Titel „Das Vermächtnis von Königin Viktoria. König George V.“. Sie zeigen unterschiedliche Gemälde des englischen Herrschers aus der National Portrait Gallery und erscheinen im Block in den Wertstufen 47, 57, 64, 73, 85, 95 p und 2.00 £.
Dabei handelt es sich um die zweite Serie, in der sich Jersey mit dem königlichen Erbe von Königin Victoria auseinandersetzt. George war der zweitälteste Enkel der Königin und wurde nach dem Tod seines Vaters und des frühen Todes seines älteren Bruders Albert Victor englischer Thronfolger.
Georges Briefmarkenlaufbahn begann früh und intensiv. Als junger Seekadett begann der damalige Prinz, Marken zu sammeln. Mit 28 Jahren trat er der Londoner Philatelistischen Gesellschaft bei und stand ihr ab 1896 als Präsident vor. Der König entwickelte sich zu einem begeisterten Briefmarkenfan und die royale Sammlung wuchs schnell. 1913 verfügte er über 20 Briefmarkenbände und nach seinem Tod im Jahr 1936 hinterließ er 328 Sammelbände, die alle einen roten Marocain-Einband hatten und als die rote Sammlung bekannt wurden.
Die berühmteste Briefmarkenrarität des Königs war die Zwei-Penny-Mauritius – das einzige vollkommene Exemplar der zwölf existierenden Mauritiusbriefmarken. 1450 Pfund gab der englische König für sie aus, ihr Wert ist heute allerdings unschätzbar.
Die Mauritius-Marken wurden 1847 auf der britischen Kronkolonie Mauritius gedruckt und waren die ersten der Insel. Ihren Ruhm verdanken sie angeblich einem Missgeschick: Die Frau des damaligen Gouverneurs plante ein Fest und wollte die Gäste mit Mauritius-Briefmarken auf dem Einladungsschreiben überraschen. Der Postmeister hatte allerdings „Post office“ statt „Post paid“ auf die Briefmarken drucken lassen und mit dieser Besonderheit erlangten die Briefmarken ihre Berühmtheit.
In der Briefmarkensammlung George V. gab es auch viele andere Raritäten. Die Geschichte der Sammlung erschien 1949 als Buch. Sie wurde von Sir John Wilson verfasst, der damals die Verantwortung für die Briefmarkensammlung des Königs trug. Er war im Auftrag seiner Majestät unterwegs, um auf Auktionen Marken für die Königliche Briefmarkensammlung zu erwerben.
König George V. verband mit Jersey eine besondere Beziehung. Durch seine Skulptur, die am Eingang vom Howard Davis Park steht, ist er für Bewohner und Besucher noch heute sichtbar. Diese besondere Wertschätzung der Inselbewohner verdankt er einem Besuch, den er Jersey am 12. Juli 1921 abstattete. Zu diesem Zeitpunkt war er der zweite regierende Monarch, der die Insel mit einem offiziellen königlichen Besuch wertschätzte. Dabei entstand das Design der Jersey-Briefmarken, das noch heute seine Gültigkeit hat.


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Verfasst von: Katrin Westphal

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