Briefmarke der Woche: Eine ganz besonders leckere Norden-Marke

Briefmarke der Woche: Eine ganz besonders leckere Norden-Marke

Sanddorn kann so lecker sein, vor allem als Dessert. Wie das geht, wissen die Åländer. Die Nachtischcreme wird mit einer Kugel Vanilleeis und Karamellcreme verfeinert und mit Schokoladenraspeln serviert. Dass Ålands Küche kulinarische Köstlichkeiten zu bieten hat, ist in Skandinavien bekannt. Dort wird der aländischen Esskultur große Beachtung geschenkt. Kein Wunder also, dass bei der gemeinsamen Briefmarke, die die nordischen Postverwaltungen alle zwei Jahre herausgeben, eine aländische Spezialität abgebildet ist.


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Bei der sogenannte Norden-Marke geht es in diesem Jahr um die nordische Küche: Die Briefmarke erscheint am Freitag, 18. März, und zeigt das aländische Sanddornnest als leckeres Dessert. Sie erscheint in einer Auflage von 140.000 im Wert Tarif International und hat eine Größe von 3,5 mal 3,5 Zentimeter. Das Motiv wurde von Staffan Sundström fotografiert und die Bogengröße hat zweimal 15 Briefmarken.
Den Ersttagsbrief gibt es für 2 Euro. Das FDC zeigt auch den Rest des Menüs: Kalt pochierten Barsch mit Weißfisch-Kaviar und Dillcreme gibt es als Vorspeise, eine glasierte Lammkeule mit Sommergemüse ist der Hauptgang. Das Drei-Gänge-Menü stellte Ålands Meisterkoch Mikael Björkland für die nordischen Briefmarken zusammen, von denen die Nachtisch-Spezialität hat als aktuelles Motiv das Rennen gemacht hat.

Koch des Jahres

Björkland hat mehrere Kochbücher veröffentlicht und der preisgekrönte Küchenmeister wurde sowohl in Schweden als auch in Finnland Koch des Jahres. Sein Restaurant ist im aktuellen Nordic White Guide gelistet sind, in dem nur die besten der nordischen Länder verzeichnet werden. Von Åland sind nur drei dabei. Björkland betreibt auf Åland das kleine Geschmacksdorf Smakbyn. Das hat neben dem Restaurant auch ein Café, einen Hofladen und eine Brennerei.
Åland besteht aus rund 6.500 Inseln und ist als autonome finnische Region sehr nördlich gelegen. Die Bewohner haben steuerliche Vorteile und genießen den Umstand, dass ihre Söhne von der finnischen Wehrpflicht entbunden sind. Die Hauptinsel liegt 40 Kilometer von der schwedischen und 100 Kilometer von der finnischen Küste entfernt.

Neben Finnland ist es Schweden, das Åland in vielerlei Hinsicht besonders beeinflusst. Die Åländer sind kulturell, ethnisch und sprachlich schwedisch geprägt, die finnische Sprache belegen die Schüler erst als zweites oder drittes Wahlfach.
Nur 60 Inseln sind bewohnt und werden durch Brücken und Fähren miteinander verbunden. 25.000 Einwohner zählt Åland, mehr nicht. Trotz oder gerade wegen dieser Abgeschiedenheit konnten sich auf Åland viele kulinarische Besonderheiten herausbilden.


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Finnland: Åland-Inseln | Åland – Gasthäfen * Fahrwasser * Ankerplätze


Die Einwohner lebten vor allem von der Seefahrt. Von ihren weiten Reisen in fremde Länder kamen die Seefahrer auch in Sachen Essen auf den Geschmack und brachten ihre Eindrücke in die Heimat mit. Zuhause lebten die Inselbewohner von Fischerei, Jagd und Landwirtschaft – und die besondere Mischung der heimischen Küche mit weltweiten Eindrücken ließ besondere, ausgefallene Gerichte entstehen.
Desserts sind neben Likören und Pfannkuchen bei den Åländern besonders beliebt. Es entstanden zahlreiche besondere Kreationen aländischer Küchenmeister, die den Inseln internationale Anerkennung einbrachten – eine davon ist ein kleines Sanddornnest.


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Verfasst von: Katrin Westphal

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