Briefmarke der Woche: Åland aus Abba-Augen

Briefmarke der Woche: Åland aus Abba-Augen

Die Welt wird von jedem Menschen anders wahrgenommen. Es entstehen subjektive und beeindruckende Bilder, vor allem, wenn eine Landschaft jemanden begeistert. So ist es auch dem schwedischen Musiker und Abba-Sänger Björn Ulvaeus ergangen, dessen Herz die Aland-Inseln im Sturm erobert haben.
Aus diesem Grund gibt die schwedische Post in der Aland-Serie eine ganz besondere Briefmarke heraus: Unter dem Titel „Mein Aland. Björn Ulvaeus“ erscheint sie am 8. Juli. Der schwedische Musiker und Abba-Sänger zeigt darauf sein Bild von den Aland-Inseln.
Genauer gesagt fiel seine Auswahl auf die aländischen Schären. Zu sehen ist die Einfahrt zu dem Dorf Karlby und dem Gasthafen Brudhäll auf der Insel Kökar. Die Briefmarke erscheint im Wert Tarif International. Es ist die elfte Marke der Serie und sie wurde von Kjell Söderlund gestaltet.

Björn Ulvaeus zeigt auf der Briefmarke der Woche sein Aland.

Björn Ulvaeus zeigt auf der Briefmarke der Woche sein Aland.

Die Briefmarke hat Ulvaeus signiert. Es gibt einen Grund, warum sich der Musiker für dieses Motiv entschieden hat: „Ich komme aus Västervik, einer kleinen Stadt an der Ostküste Schwedens. Und so spielten Boote in meinem Leben immer eine Rolle“, sagt er. Besonders angetan hat es ihm die Insel Kökar. „Bei meinem ersten Besuch legten wir in Kökar an und spazierten einige Kilometer durch die Gegend. Es war ein wundervoller Sommertag, und ich dachte, auf der Welt noch nie einen Ort mit solcher Ruhe und Frieden gefunden zu haben.“
Ulvaeus besuchte die Insel häufig mit seiner Yacht. Der Schwede wurde am 25. April 1945 in Göteborg geboren. Einige Jahre später zog die Familie nach Västervik . Seine musikalische Karriere begann 1964, als er sich einer Folk-Gruppe anschloss. Zwei Jahre später traf Björn Ulvaeus auf Benny Andersson und sie schrieben ihren ersten Song für ihre Band Hep Stars.

Abba – eine Legende beginnt

1969 war das Jahr, in dem er Agnetha Fältskog kennenlernte, die selbst komponierte und bereits einige Hits in den schwedischen Charts hatte. 1971 heiratete das Paar. Mit Benny Andersson und Frida Lyngstad machten sie seit einem Jahr Musik, wenn auch mit wenig Erfolg. 1972 erschien ihr erstes Album „Ring Ring“ unter ihren vier Namen. Das Quartett versuchte, für Schweden beim Grand Prix de la Chanson anzutreten, wurde jedoch von den Juroren abgelehnt.
Erst 1974 gelang ihnen als Abba nach einem Zuschauer-Entscheid der Sieg und in Brighton gewannen sie für Schweden mit ihrem Hit „Waterloo“. Das war Abbas Durchbruch: Es folgten fünf Alben und Welt-Tourneen, die die Massen begeisterten. Doch die Abba-Hysterie hinterließ bei der Band ihre Spuren, vor allem bei Agnetha: Sie hasste das Fliegen und war Ende der 1970er Jahre am Ende ihrer Kräfte. 1978 trennten sich Björn und Agnetha.
Das Ende von Abba wurde nie offiziell verkündet. „Wir sind die Band, die nie zurückkam“, erklärte Björn einmal in einem Interview. 1984 schrieb er mit Benny das Musical „Chess“ , doch erst mit dem Album „Abba Gold“ erlebte die Band ein Revival, das mit dem Musical „Mamma Mia!“ im Jahr 1999 seinen Höhepunkt erreichte.
Seitdem gilt Björn Ulvaeus als Abba-Botschafter, als Stimme der Band. Er ist auch der einzige Nachlassverwalter von Abba, denn Benny, Frida und Agnetha meiden die Öffentlichkeit und leben sehr zurückgezogen. Mehr als 450 Millionen Abba-Alben sind verkauft worden und die Songs der Band gehören inzwischen zum eisernen Weltkulturerbe.


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Verfasst von: Katrin Westphal

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