Tipp zum Wochenende: Kieler Umschlag

Tipp zum Wochenende: Kieler Umschlag

1975 erweckten Kieler Kaufleute den historischen „Kieler Umschlag“ wieder zum Leben. Der Kieler Philatelisten-Verein wurde zur Teilnahme an diesem  Vergnügungsmarkt im Vorfrühling eingeladen und ist seither ununterbrochen mit einem Sonderstempel, einem Belegprogramm und einer Briefmarkenschau dabei. Die diesjährige Ausstellung am 3. und 4. März in der Stadtbücherei steht unter dem Motto „43 Jahre Kieler Umschlag“.

Markanter Signalturm auf dem Sonderstempel

Sonderstempel Signalturm Kieler Umschlag

Sonderstempel mit Signalturm: Hier machten traditionell die Segelschulschiffe fest.

Diesmal steht der ehemalige Kieler Signalturm im Mittelpunkt. 1912 errichtete die Marine im Kieler Hafen den Turm und schenkte der Stadt Kiel damit ein markantes Wahrzeichten. Der Signalturm nahm im Mai 1913 seinen Betrieb auf. Er stand am Ende einer Brücke von 55 Metern Länge, die insgesamt 65 Meter von der Strandpromenade in den Hafen hineinreichte.
Der fünfgeschossige, eckige Turm aus Beton hatte eine Höhe von 15 Metern und seine Mastspitze reichte bis zu 40 Meter in die Höhe. Die vorspringende Lage und die Höhe der Signalstation erweiterten den Beobachtungswinkel beträchtlich. So war ein Überblick des Hafens von der Hörn bis nach Bülk am Ausgang der Kieler Förde möglich. Die Signalstation diente der Marine zur Nachrichtenübermittlung an die im Hafen liegenden Schiffe: Tag und Nacht wurden die Kommandanten von hier durch Lichtsignale und Flaggen informiert.

Liegeplatz der Gorch Fock

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Vom Signalturm wurde auch der „Zwölf-Uhr-Schuss“ ausgelöst, nach dem sich die Chronometer der im Hafen liegenden Schiffe ausrichten sollten. Die Kieler nannten diesen Signalschuss „Klümpschuss“, weil dann die Hausfrauen ihre Klöße zum Mittagessen in den Topf legten.
Ende 1958 begannen die Abbrucharbeiten, denn die vielen Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg hatten den Turm stark beschädigt, er hatte Schlagseite und das Fundament war nicht mehr zu retten. Die Blücherbrücke entstand neu und wurde zum ständigen Liegeplatz der Gorch Fock. Auch früher schon hatten die Segelschulschiffe an dieser Stelle festgemacht. Am 4. März beteiligt sich wieder die Deutsche Post mit ihrem „Erlebnis: Briefmarken“-Team und führt von 10 bis 14 Uhr den Sonderstempel mit Abbildung des alten Kieler Signalturms mit. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Schriftliche Bestellungen und ein genaues Belegprogramm können abgefordert werden.
Kontakt: Kieler Philatelisten-Verein von 1931; Michael Bergmann, Postfach 2827, 24027 Kiel. Tel: 04340-4315; Fax: 04340-4318; -E-Mail. info@kieler-philatelistenverein.de

Weitere aktuelle und zukünftige Veranstaltungen finden Sie auf den Seiten Treffpunkte, Vorträge, Jugend-Treffpunkte und Auktionskalender

 


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Verfasst von: Birgit Freudenthal

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