Gravitationswellen

Gravitationswellen

Mit der Herausgabe einer neuen Briefmarke in der Reihe Astrophysik (siehe Abbildung unten) beweist das für die Ausgabenplanung federführende Bundesministerium der Finanzen Gespür für Raum und Zeit: Angekündigt im Jahr 2015, als erstmals Gravitationswellen erfolgreich aufgezeichnet und identifiziert wurden, gab das Nobelkomitee in Stockholm jetzt am 3. Oktober die Gewinner des Nobelpreises für Physik 2017 bekannt: Rainer Weiss, Barry C. Barish und Kip S. Thorne erhalten diese wohl bedeutendste und bekannteste wissenschaftliche Auszeichnung für ihren ersten direkten Nachweis der Existenz von Gravitationswellen. Die Preisverleihung erfolgt am 10. Dezember in Stockholm, drei Tage nach Erscheinen der Marke der Deutschen Post mit der Michel-Nummer 3348.

Autor Harald Kuhl weiht den Leser des BRIEFMARKEN SPIEGEL 12/2017 in die komplexe Thematik ein:

Neue Einblicke in das Universum

Briefmarke Deutschland Gravitationswellen

Wenn in fernen Galaxien Schwarze Löcher oder Sterne kollidieren, dann erzittert das Weltall. Die bei solchen Ereignissen riesigen Ausmaßes entstehenden sogenannten Gravitationswellen verbreiten sich anschließend durch das Weltall, vergleichbar den Wellen nach einem Steinwurf in einen sonst ruhigen Teich. Schon Albert Einstein hatte vor über 100 Jahren in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie die Existenz von Gravitationswellen vorhergesagt, doch zweifelte er damals an der Möglichkeit, diese jemals mittels Messungen nachweisen zu können. Denn obwohl bei den erwähnten Ereignissen ungeheure Energien freigesetzt werden, sind aufgrund der großen Entfernungen von Milliarden Lichtjahren die auf der Erde messbaren Auswirkungen nach bisherigen Maßstäben äußerst gering – zum Glück für die Menschheit, möchte man ergänzen.
Doch Einstein unterschätzte diesmal den Erfindergeist und das Durchhaltevermögen seiner künftigen Kollegen: Am 14. September 2015 gelang auf der Erde erstmals der Nachweis von Gravitationswellen, als im Weltraum zwei Schwarze Löcher aufeinander trafen. Die beteiligten Wissenschaftler analysierten anschließend über mehrere Monate hinweg mit großer Sorgfalt die aufgenommenen Messdaten und präsentierten ihre Ergebnisse schließlich am 11. Februar 2016 in einer Studie der Weltöffentlichkeit. [..]

Sie finden den kompletten Beitrag von Harald Kuhl in der aktuellen Ausgabe des BRIEFMARKEN SPIEGEL. Was Sie sonst noch erwartet, sehen Sie im Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe. Abonnenten erhielten das Heft bereits etwas im Voraus und konnten wie üblich schon einige Tage früher im Heft lesen – und sparen außerdem Geld gegenüber dem Kauf im Einzelhandel. Seit dem 24. November ist die Dezember-Ausgabe auch am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder direkt über unseren Vertrieb erhältlich.

Text Titelbild: Die Abbildung auf der neuen Marke zeigt eine Simulation der am 14. September 2015 mit LIGO beobachteten Gravitationswellen.


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Verfasst von: Stefan Liebig

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