Briefmarke der Woche: Fische kennen keine Grenzen

Briefmarke der Woche: Fische kennen keine Grenzen

In den mediterranen Gew√§ssern sind unterschiedliche Fischarten unterwegs. Davon √ľberzeugen sich sicher auch in diesem Sommer viele Urlauber. Eine kleine Auswahl dessen, was es im Mittelmeer zu sehen gibt, zeigt auch eine aktuelle franz√∂sische Briefmarke, die allerdings einen politischen Hintergrund hat.

Frankreich veröffentlicht verbindende Briefmarke.

                             Frankreich veröffentlicht eine verbindende Briefmarke.

Am Montag, 11. Juli, erscheint in Frankreich die Briefmarke ‚ÄěPoissons de M√©diterran√©e‚Äú im Wert von 1.00 EUR. Die farbenfrohe Briefmarke zeigt typische Fischarten: den gro√üen roten Drachenkopf, die Rotbarbe, den Knurrhahn und unter anderem einen Schwarm Bonitos. Im Hintergrund sind die H√ľgel von Marseille mit dem Notre Dame de la Garde zu sehen. Das Motiv kommt aus der Feder von Isabelle Simler. Eine Million Exemplare soll es geben.
Die Briefmarke steht symbolisch f√ľr die Mittelmeerunion, wie die franz√∂sische Post erkl√§rt. Die Mittelmeerunion wurde von den europ√§ischen Staats- und Regierungschefs am 13. Juli 2008 in Paris gegr√ľndet.

Die Mittelmeerunion

Die lose Gemeinschaft soll sich auf einzelne konkrete Projekte konzentrieren. Das sind vor allem die Säuberung des Mittelmeeres, die Einrichtung von transnationalen Schifffahrtsstraßen, die Einrichtung eines gemeinsamen Katastrophenschutzes und die Realisierung von Projekten aus den Bereichen Energie, Bildung und Mittelstand.
Die Mittelmeerunion soll au√üerdem die Integration f√∂rdern und hat sich wirtschaftliche und demokratische Reformen f√ľr die s√ľdeurop√§ischen Mittelmeer-Staaten, Nordafrika und den Nahen Osten auf die Fahne geschrieben. Demokratie und politischer Pluralismus sollen vor allem im Nahen Osten verst√§rkt werden.
Au√üerdem soll der Friedensprozess zwischen Israelis und Pal√§stinensern unterst√ľtzt werden. 27 Staaten sind in der Mittelmeerunion. Zum Austausch treffen sich die Au√üenminister j√§hrlich, die Regierungschefs alle zwei Jahre.
Der Vorschlag f√ľr die Mitteleerunion kam von Nicolas Sarkozy. W√§hrend seines Wahlkampfes 2007 pr√§sentierte er die Idee f√ľr das B√ľndnis. Sie sollte vor allem eine Alternative zum EU-Beitritt der T√ľrkei darstellen. Die s√ľdlichen EU-Staaten zeigten sich begeistert, die n√∂rdlichen hingegen reserviert.
Doch Sarkozy trieb den Prozess auch nach seinem Sieg bei den französischen Präsidentschaftswahlen voran und lud im Sommer 2008 die Staats- und Regierungschefs des Mittelmeerraumes ein, um die Grundlagen der Mittelmeerunion festzulegen.
Mit dieser Briefmarke hat die Mittelmeerunion viel zu tun, denn am 11. M√§rz 2011 wurde die gemeinsame L‚ÄôUnion Postale pour la M√©diterran√©e (PUMed) gegr√ľndet. Sie umfasst derzeit Postbetreiber, die den Mittelmeerraum repr√§sentieren.


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Authored by: Katrin Westphal

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