Briefmarke der Woche: Wichtelpost aus Aland

Briefmarke der Woche: Wichtelpost aus Aland

Weihnachten kommt immer so √ľberraschend und pl√∂tzlich. Doch damit die Weihnachtsbriefe und -karten von Aland rechtzeitig ankommen, gibt die Post bereits jetzt zwei Weihnachtsmarken heraus. Zu sehen sind Illustrationen, auf denen sich Wichtelm√§nner auf Weihnachten vorbereiten.

Kleine Wichtel bereiten Weihnachten vor.

Kleine Wichtel bereiten Weihnachten vor.

Die diesj√§hrige Weihnachtssaison er√∂ffnet Aland am 10. Oktober. Dann erscheinen die beiden Briefmarken mit weihnachtlichen Illustrationen von Maja Lindberg. Die K√ľnstlerin hat sie mit einem Rentier mit Geschenken neben Wichtelm√§nnchen sowie mit Wichtelm√§nnchen mit Weihnachtsbaum im Schnee illustriert. Die Marken sind als Tarif Julpost f√ľr Inland, Finnland und Schweden erh√§ltlich. Mit den selbstklebenden Marken k√∂nnen mit dem Tarif V√§rlden internationale Sendungen bis 20 g verschickt werden.
Die Briefmarke mit der Wertbezeichnung ‚ÄěJulpost‚Äú ist f√ľr den Versand von Weihnachtspost innerhalb von Aland, nach Finnland und nach Schweden gedacht. Die Briefmarke mit der Aufschrift ‚ÄěV√§rlden‚Äú kann hingegen in die ganze Welt verschickt werden. Doch auch nach Heiligabend k√∂nnen mit den Weihnachtsmarken Briefe frankiert werden.
‚ÄěIch wollte Weihnachtsstimmung in den Bildern, eine Winterlandschaft unter einem sternenklaren Himmel und kleine Wichtelm√§nnchen, die sich auf Weihnachten vorbereiten‚Äú, erkl√§rte die schwedische K√ľnstlerin Maja Lindberg. Mit den beiden Marken hat sie ihr Briefmarken-Deb√ľt gegeben.
Sicherlich ließ sich Linberg von dem Wichtel Tomte Tummetott inspirieren. Ohne den Wichtel, auch als Jultomte bekannt, ist in Skandinavien Weihnachten undenkbar.

Tomte Tummetott

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Die Geschichten um Tomte sind sehr alt. Tomte war ein Wichtel oder Heinzelm√§nnchen und lebte auf einem Bauernhof. Dort besch√ľtzte er den Hof, seine Bewohner und die Haustiere. Tomte war sehr alt, trug einen langen wei√ü-grauen Bart und war klein, aber stark. Jeder Hof hatte seinen eigenen Tomte.
Er hauste im Stall, auf dem Heuboden oder unter dem Wohnhaus. Tomte war nur sehr selten zu sehen, denn er war nur nachts unterwegs und konnte sich sogar unsichtbar machen. Der jeweilige Haussegen hing von Tomtes Launen ab, er konnte nicht nur Gl√ľck, sondern auch Ungl√ľck √ľber den Hof bringen. Deswegen war es sehr wichtig, sich gut mit ihm zu stellen. Sein Lieblingsessen war Hafergr√ľtze. Die wurde ihm traditionell zu Weihnachten in einer Schale serviert ‚Äď mit einem Holzl√∂ffel, denn Tomte hasste Metall.
In der zweiten H√§lfte des 19. Jahrhunderts schuf die die schwedische K√ľnstlerin Jenny Nystr√∂m einen neuen Tomte. Dazu kombinierte sie den urspr√ľnglichen schwedischen Tomte und dem heiligen Sankt Nikolaus. Es entstand ein fr√∂hlicher gro√üz√ľgiger Weihnachtswichtel, der Geschenke an die Kinder verteilte.
Er wurde so beliebt, dass er √ľberall auf Weihnachtszeitungen und Ansichtskarten zu sehen war und bis heute zu sehen ist. Auch heute ziert er zahlreiche Weihnachtsdekorationen, Karten und Anh√§nger. Und durch die al√§ndische Post k√∂nnen die Weihnachtswichtel jetzt auch auf Briefmarken in die ganze Welt hinaus verschickt werden.


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Authored by: Katrin Westphal

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