75 Jahre Casablanca

75 Jahre Casablanca

‚ÄěCasablanca‚Äú ist ein Klassiker. Kaum ein Film ist derart prominent im kollektiven Ged√§chtnis des Kino-Publikums verankert, wie das Melodram von 1942, das Liebesgeschichte, Gangsterabenteuer und politische Aussage miteinander verkn√ľpft. Der desillusionierte Amerikaner Rick, so geht die Geschichte, betreibt in der titelgebenden marokkanischen Stadt ein Caf√©, in dem die Halbwelt ein und ausgeht. Zahlreiche Fl√ľchtlinge aus dem von den Nationalsozialisten besetzten Europa versuchen hier, an die n√∂tigen Papiere zu kommen, um nach Amerika zu gelangen. Als ein ber√ľhmter Widerstandsk√§mpfer in Casablanca eintrifft, erscheint an dessen Seite Ricks verlorene Liebe Ilsa auf dem Tableau. Zwischen Eifersucht und Liebe hin- und hergerissen, siegt am Ende doch Ricks gutes Herz, und er erm√∂glicht dem Paar die Flucht in die Freiheit. Noch vor wenigen Jahren wurde der Streifen mit einer Auszeichnung f√ľr das ‚Äěgro√üartigste Drehbuch aller Zeiten‚Äú geehrt. Autor Julius Epstein, der seinerzeit zusammen mit seinem Zwillingsbruder f√ľr die Dialoge zust√§ndig war, teilte diese Einsch√§tzung nicht. ‚ÄěCasablanca‚Äú sei eine seiner schlechtesten Arbeiten gewesen.

Warner Brothers landet Kassenschlager

Exotische Filmsets waren groß in Mode, selbst wenn die Hollywood-Blockbuster sämtlich in Kulissen aus Tuch und Sperrholz entstanden.

‚ÄěAnspruchsvoller Kitsch‚Äú mit Erfolgspotenzial, lautete immerhin die Einsch√§tzung des Drehbuchlektors der Filmfirma Warner Brothers, als er erstmals einen Blick in den Text ‚ÄěJeder geht in Ricks Bar‚Äú warf. Das Theaterst√ľck aus dem Jahr 1940 hatte es nicht auf die B√ľhne geschafft. Aber der gro√üe Erfolg der Konkurrenz von United Artists mit ihrem Drama ‚ÄěAlgiers‚Äú von 1938 setzte die Warners unter Zugzwang, und so kaufte der Konzern die Rechte zu einem Rekordpreis von 20000 Dollar. ‚ÄěAlgiers‚Äú war keine amerikanische Kreation gewesen, sondern die Neuverfilmung eines Jean-Gabin-Films, der nur ein Jahr zuvor in Frankreich f√ľr Furore gesorgt hatte. United Artists verwendete sogar Original-Filmmaterial der Franzosen, die immerhin noch ein paar Au√üenaufnahmen in der algerischen Metropole gedreht hatten. [..]

Der Hafen von Casablanca auf einer zeitgenössischen Postkarte. Der Flughafen im Film war der Metropolitan Airport in Burbanks.

Mehr √ľber Casablancas 75. Geburtstag gibt¬īs im kompletten Beitrag von Jan Sperhake, der in der Rubrik Ansichtskarten-Spiegel erschien. Diesen und viele weitere Beitr√§ge finden Sie in der¬†aktuellen Ausgabe¬†11/2017 des BRIEFMARKEN SPIEGEL. Werfen Sie einfach einen Blick in die Themen√ľbersicht und ins¬†Inhaltsverzeichnis¬†des neuesten H efts! Sie m√∂chten das Heft monatlich nach Hause geliefert bekommen: Als¬†Abonnent¬†beliefern wir Sie sogar fr√ľher! so k√∂nnen Sie schon fr√ľher alles Interessante aus der Philateliewelt erfahren ‚Äď au√üerdem sparen Sie bares Geld gegen√ľber dem Kauf im Zeitschriftenhandel. Seit Ende Oktober ist der BRIEFMARKEN SPIEGEL 11/2017 aber nat√ľrlich auch am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder direkt √ľber unseren¬†Vertrieb¬†erh√§ltlich.


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Authored by: Stefan Liebig

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