Roter Oktober – Russische Revolution 1917

Roter Oktober – Russische Revolution 1917

Die vierte Kriegsweihnacht sollte die letzte zu Kaiser Wilhems Zeiten bleiben. In seinem Namen wurden ‚ÄěWeihnachtsgaben‚Äú in Form von festlich dekorierten Postkarten verteilt, als ‚ÄěKaiser- und Volksdank f√ľr Heer und Flotte‚Äú, die vielfach f√ľr Gru√ükarten zu den Feiertagen genutzt wurden. Walter K√∂cher nimmt den Leser des BRIEFMARKEN SPIEGEL 11/2017¬†mit in diese schwierige Zeit und zeigt interessante Belege zu diesem philatelistischen Thema:

Revolution 1917 ‚Äď ein Mythos wurde von der Realit√§t √ľberrollt

Am 7. November vor 100 Jahren fand im russischen Petrograd ein politischer Umsturz statt, der sp√§ter unter dem Namen ‚ÄěGro√üe Sozialistische Oktoberrevolution‚Äú in die Geschichte einging. So grotesk einige Phasen der Machtergreifung durch die Bolschewiki auch abliefen, Lenin und seine Genossen schufen die Ausgangsbasis daf√ľr, dass lange Zeit im 20. Jahrhundert das sogenannte sozialistische Weltsystem √ľber Kontinente hinweg den Ton angab. Nicht nur in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten, sondern auch in der sogenannten ‚ÄěDritten Welt‚Äú.

Die Jahrestage der Oktoberrevolution wurden nat√ľrlich geb√ľhrend gefeiert. Mit Staatsempf√§ngen, Aufm√§rschen und auch Briefmarkenausstellungen. Kunst und Kultur widmeten sich dem Thema, und es erschienen, sei es in Havanna, Berlin (Ost) oder Moskau, zahlreiche Sonderbriefmarken mit historischen Szenen von 1917. Die Markenausgaben trugen mit dazu bei, den Mythos der Oktoberrevolution zu mehren. Vielfach ist Lenin dargestellt. Jener radikale Revolution√§r, der in einem Kurswagen mit Hilfe des Berliner Au√üenministeriums von Z√ľrich aus durch das kriegf√ľhrende Deutschland √ľber Skandinavien in Richtung marodes Russland geschleust wurde. Zwar kam er zur Februarrevolution 1917 und zur Abdankung des Zaren zu sp√§t, doch das sollte ohnehin nur der Anfang sein. Sein Ziel war die √úbernahme der Macht durch die Bolschewiki, die Diktatur des Proletariats.

Die Prachtbauten aus den Tagen der Revolution sind auch heute noch in St. Petersburg erhalten. Im Winterpalast (linke Marke) saß die Regierung Kerenski, MiNr. 1922, 1923.

Sie finden den kompletten Beitrag von Walter K√∂cher in der¬†aktuellen Ausgabe¬†des BRIEFMARKEN SPIEGEL. Was Sie sonst noch erwartet, sehen Sie im¬†Inhaltsverzeichnis¬†der aktuellen Ausgabe.¬†Abonnenten¬†erhielten das Heft bereits etwas im Voraus und konnten wie √ľblich schon einige Tage fr√ľher im Heft lesen ‚Äď und sparen au√üerdem Geld gegen√ľber dem Kauf im Einzelhandel. Seit dem 26. Oktober ist die November-Ausgabe auch am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder direkt √ľber unseren¬†Vertrieb¬†erh√§ltlich.

Abbildungen: Schwaneberger Verlag 

Text Titelbild:¬†Seltenes historisches Dokument: eingeschriebener Brief vom Tag der Oktoberrevolution 25. Oktober 1917 (7. November 1917) von Kursk nach Stockholm mit Aufkleber der Kriegszensur links. R√ľckseitig erscheint der Ankunftsstempel ‚ÄěSTOCKHOLM 9.12.17‚Äú (Abb. Dmitry Pankratov).


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Authored by: Stefan Liebig

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