Monaco und die Formel 1

Monaco und die Formel 1

Seit 1929 werden im Fürstentum Monaco Autorennen veranstaltet. Die Anregung kam damals von einem Vertreter des Automobilclubs von Monaco. Erstmals wurde der städtische Rundkurs, Circuit de Monaco, 1950 Bestandteil der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Wie Hubschrauber im Wohnzimmer

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Im April 1968 starb Jim Clark bei einem unbedeutenden Rennen.

Seit 1955 misst sich die Formel-1-Elite jährlich auf dem dreieindrittel Kilometer langen Stadtkurs, den das Nachrichtenmagazin Spiegel als das „schnarchigstes Rennen der Welt“ bezeichnete, weil Überholmanöver während des Rennens aufgrund der geringen Streckenbreite fast ausgeschlossen sind und die engen Straßen nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 150 Stundenkilometern erlauben.

Der brasilianischen Rennfahrer Nelson Piquet äußerte, die 78 Runden des Stadtkurses seien „wie Hubschrauber fliegen im Wohnzimmer“. Viele Teams beklagen die schwierigen Arbeitsbedingungen an der Strecke mit den engen Kurven, Unebenheiten, Kanaldeckeln und nicht mehr zeitgemäßen Sicherheitsstandards. 1967 überschlug sich der italienische Rennfahrer Lorenzo Bandini am Ausgang der Hafenschikane, sein Ferrari fing Feuer, welches sich durch Strohballen und auslaufendes Benzin schnell vergrößerte. Drei Tage später erlag der Italiener seinen schweren Verbrennungen. Auch der zweimalige Formel-1-Weltmeister Jim Clark starb hinter dem Steuer seines Rennwagens. Der Schotte startete bei 72 Grand-Prix-Rennen für den britischen Rennstall Lotus, 25 Mal stand er auf dem Siegerpodest.

Vier Motive – Formel-1-Serie wird erweitert.

Damals wurden noch zahlreiche nicht zur Weltmeisterschaft zählende Formel-1-Rennen ausgetragen. Rechnet man diese mit, kommt Clark auf über 50 Formel-1-Siege. Clark gilt als einer der besten Formel-1-Piloten. Am 19. Februar erweitert die Post des Fürstentums ihre Briefmarkenserie über legendäre Formel-1-Rennfahrzeuge und -Fahrer um vier Werte. Abgebildet werden die typischen Rennwagen der 1950er- und 1960er-Jahre, Lotus 49 und Mercedes Benz W 196, jeweils mit freistehenden Rädern. Ein Zusammendruck der Werte von 0,95 und 1,20 Euro erinnert an den unvergessenen Jim Clark und seinen grünen Lotus.


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Verfasst von: Kai Böhne

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