„Sixtinische Kapelle des Ostens“

„Sixtinische Kapelle des Ostens“

Der Nordosten Rumäniens ist ein sanftes Hügelland mit malerischen Dörfern und dichten Buchenwäldern. Zu Recht trägt die Landschaft den Namen Bukowina, Buchenland. Hier befand sich einst das 1363 gegründete Fürstentum Moldau. Besonders unter den Herrschern Alexander dem Guten (1400 bis 1432), Stefan dem Großen (1457 bis 1504) und Petru Rareş (1527 bis 1538 und 1541 bis 1546) entwickelte sich das Fürstentum beachtlich.

Unter den Fürsten Alexander dem Guten, Stefan dem Großen und Petru Rareş entwickelte sich das Fürstentum gut, MiNr. 3845, 4918 und 3433.

„Sixtinische Kapelle des Ostens“ und andere Klöster im ehemaligen Fürstentum Moldau

Das äußerte sich im Bau zahlreicher Burgen, Befestigungsanlagen, Kirchen und Klöster. Das kleine Land hatte keinen leichten Stand, denn es wurde von verschiedenen Seiten bedroht. Besonders Stefan der Große musste das Land gegen Polen und Ungarn verteidigen, doch die Hauptfeinde kamen aus Kleinasien. 1453 hatten die Osmanen Konstantinopel erobert und drängten nun nach Europa vor. Stefan gelang es, den Türken viele Jahre lang erfolgreich Paroli zu bieten. Dazu baute er bereits in den ersten Jahren seiner Herrschaft zahlreiche Burgen. Ab 1487 ließ er dann hauptsächlich orthodoxe Kirchen und Klöster errichten, insgesamt etwa 30, die einen vollkommen eigenen Stil aufweisen. Dass die Klöster auch Verteidigungsfunktionen hatten, zeigen die dicken Wehrmauern und Schießscharten.

Moldau Stefan der Grosse Fresken Briefmarke RumaenienMoldau Grigorie Rosca Frseko Briefmarke Rumaenien

 

Stefan der Große und Grigorie Roşca ließen sich auf den Fresken darstellen, MiNr. 2814 und 2857.

 

 

 

 

Typischer Mischstil

Die ersten Kirchen Moldaus waren reine Holzbauten, wie die Kirche des Fürsten Dragos in Putna von 1352. Die älteste steinerne Kirche der Moldau ist die Kirche Sankt Nikolaus von Radauti (erbaut 1359 bis 1365). Hier entwickelten sich die typischen Merkmale der moldauischen Kirche, die dann im Kloster Bistrita (1402) weiter entwickelt wurden und im Kloster Neamt (1495) vollendet wurden. Typisch für die relativ kleinen Moldaukirchen ist der Mischstil gotischer und orthodoxer Merkmale. Fast immer werden die Türrahmen und Fenster gotisch gestaltet. [..]

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Text: Dietrich Ecklebe/ Bildunterschrift Titelabbildung: Die Klosterkirche Putna beherbergt die Grabstätte Stefans des Großen, MiNr. Block 7093, 671.


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Verfasst von: BMS-Redaktion

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