Briefmarke des Monats: Kirchenkleider

Briefmarke des Monats: Kirchenkleider

Zwei Briefmarken veröffentlichte die Faröer Post am 23. September 2019. Man begann damit eine neue Serie. In ihr wird es um Paramente gehen, Kleidungsstücke und Textilien, die in Kirchen im Rahmen der Liturgie, den Zeremonien und Riten einer religiösen Glaubensgemeinschaft, benutzt werden. Es sollen Motive erscheinen, die das Spektrum der Kirchen auf den insgesamt 18 Inseln der Färöer repräsentieren.
Die Inselgruppe zählt etwa 50 000 Einwohner. Sie gehört zum Königreich Dänemark, wird jedoch autonom verwaltet.

Zwei Messgewänder

Briefmarke Färöer Messgewand

Rotes Messgewand aus Samt.

Ein Wert vom 23. September zeigt ein rotes Messgewand aus der Kirche in Sandvík. Es besteht aus Samt und ist mit einer goldenen Borte, einer Kante, sowie einem goldenen Kreuz verziert. Messgewänder mit diesem Aussehen kennt man auf den Färöern seit dem späten 19. Jahrhundert. Das Dorf Sandvík liegt auf der Insel Suðuroy. Es hat knapp 100 Einwohner. Die Sandvíker Kirche wurde 1908 fertiggestellt.
Das zweite Messgewand stammt aus der Kirche in Funning. Es wurde 1990 von Karin Brattaberg aus Wolle und Baumwolle hergestellt. Sie betreibt das erfolgreiche färöische Modeunternehmen „Sirri“. Das Kirchenlied „Eg skar mítt navn í grein ta hvítu“, „Ich schnitzte meinen Namen in den weißen Zweig“, von Jóannes Patursson und aus dem Jahr 1901 diente als Inspiration für das Kirchengewand. Der Ort Funning gehört zur Insel Eysturoy. Auch dort leben etwas weniger als 100 Menschen. Die Funninger Kirche gibt es seit 1847.
Sowohl die Kirche in Sandvík als auch die Kirche in Funning sind, wie der Großteil der Kirchen auf den Färöern, evangelisch-lutherisch. Messgewänder werden von Pastoren in der evangelisch-lutherischen Kirche zum Abendmahl und auch bei Taufen getragen. In Deutschland kleiden sich Pastoren meistens in einen schwarzen Talar mit Beffchen, einer Halsbinde aus weißem Leinen.

Briefmarke Färöer Messgewand

Messgewand, entworfen von Karin Brattaberg.

Vier Farben

Die Messgewänder der evangelisch-lutherischen Kirche werden in den vier „liturgischen Farben“ gestaltet. Diese sind mit den Feiertagen des Kirchenjahres verbunden. Es handelt sich um die Farben Violett, Weiß, Rot und Grün. Sie symbolisieren bestimmte Eigenschaften. Weiß bedeutet Reinheit, Unschuld, Heiligkeit und Freude. Es stellt die kirchliche Festtagsfarbe dar. Rot steht für Blut, Liebe und Feuer. Die Farbe ist mit dem Heiligen Geist verknüpft. Violett symbolisiert Reue, Bekehrung, Besonnenheit und das Fasten. Sie kommt zum Beispiel am Buß-und Bettag sowie am Palmsonntag zum Einsatz. Grün ist die Farbe des Wachstums und der Reifung, der Lebenskraft und Hoffnung. Es findet etwa am Dreikönigstag und an Trinitatis Verwendung, dem Fest zu Ehren der Dreifaltigkeit aus Gott, dem Vater, Jesus Christus, dem Sohn, und dem Heiligen Geist.

Die „Briefmarke des Monats“ ist eine Beitragsreihe in der Printausgabe des BRIEFMARKEN SPIEGEL, die wir auch online präsentieren. Jeden Monat stellen wir eine neue Briefmarke oder einen neuen Block vor. Die aktuelle Neuausgabe wurde in der Ausgabe 10/2019 vorgestellt, die seit 27. September 2019 im Handel erworben werden kann. Abonnenten erhalten das aktuelle Heft immer ein paar Tage vor dem Erstverkaufstag direkt in den Briefkasten und sparen dabei noch Geld.


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Authored by: Marius Prill

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