Van Goghs Mohnfeld: Kunsthalle Bremen lässt Sonderstempel auflegen

Van Goghs Mohnfeld: Kunsthalle Bremen lässt Sonderstempel auflegen

[Letztes Update: 09.01.20] Seit 1911 befindet sich Vincent van Goghs Gemälde „Mohnfeld“ in Besitz der Kunsthalle Bremen. Am 2. Januar 2020 gibt die Deutsche Post in der Serie „Schätze aus deutschen Museen“ eine Sondermarke aus, auf der man das berühmte Kunstwerk sehen kann. Zusammen mit der Post legt die Kunsthalle Bremen einen Sonderstempel auf, der die Sondermarke begleitet.
Der Stempel wird am 2. Januar 2020 zwischen 10 Uhr und 18 Uhr im Foyer der Kunsthalle Bremen vom „Erlebnis Briefmarken“-Hamburg abgeschlagen. Die Adresse der Kunsthalle Bremen lautet: Am Wall 207 in 28195 Bremen.
Innerhalb der Frist von 14 Tagen kann man den Sonderstempel, der die Nummer 25/324 trägt, unter der Adresse Deutsche Post AG, Niederlassung BRIEF Berlin 1, Sonderstempelstelle Brief: 11508 Berlin / Fracht: Eresburgstr. 21, 12103 Berlin bestellen. Außerdem verkauft das Post-Team einen EB-Briefumschlag mit der Sondermarke und dem Sonderstempel. Er ist nur vor Ort zu erwerben und kann nicht bestellt werden.

Update: das Regionalmagazin buten&binnen vom Bremer Fernsehen berichtete über die Veranstaltung: https://www.butenunbinnen.de/videos/kunsthallen-gemaelde-als-sonderbriefmarke-100.html

Ersttagsbrief Deutschland Vincent van Gogh
EB-Briefumschlag zur Sondermarke „Vincent van Gogh-Mohnfeld“.

Künstler der Moderne

Mehr als 850 Gemälde und beinahe 1300 Zeichnungen kennt man von Vincent van Gogh. Am 1. März 1853 in Groot-Zundert in der südniederländischen Provinz Brabant geboren und am 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise im Norden Frankreichs gestorben, ist er einer der berühmtesten Maler überhaupt. Sein Werk schloss an die Stilrichtung des Impressionismus an und beeinflusste die Entwicklung des Fauvismus und Expressionismus. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beeinflusste es die Kunst der Moderne.

Auf der Suche

Van Goghs Vater war ein protestantischer Pfarrer. Nachdem er die weiterführende Schule noch vor dem 16. Lebensjahr abgebrochen hatte, arbeitete Van Gogh zunächst in der Den Haager, dann in der Londoner Filiale der Galerie Goupil & Cie. Es folgte eine Anstellung in einer Buchhandlung bei Rotterdam. Den Plan, ein Theologiestudium zu beginnen, setzte van Gogh nicht um. Stattdessen betätigte er sich als Laienprediger in der belgischen Bergarbeiterregion Borinage.
Erst mit Beginn der 80er-Jahre strebte er, der schon lange Zeichnungen anfertigte, eine Laufbahn als Künstler an. Unterricht erhielt er vom anerkannten Maler Anton Mauve, dessen Ehefrau van Goghs Cousine war, in Den Haag. Für kurze Zeit lernte er an der Kunstakademie in Antwerpen, bevor er seinen Bruder Theo besuchte, der bei Goupil & Cie in Paris arbeitete. Theo begleitete die Entwicklung seines Bruders seit Jahren und unterstützte ihn auch finanziell.

Briefmarke Deutschland Vincent van Gogh
Die van Gogh-Sondermarke mit der Michelnummer 3512 wird am 2. Januar 2020 ausgegeben.

Studio in der Provence

Die letzte Station Vincent van Goghs war die französische Provence. Es war seine Absicht, in Arles ein Studio zu gründen, in dem Künstler gemeinsam arbeiten und leben konnten. Eine Zeit lange hielt sich der Maler Paul Gaugin dort bei van Gogh auf. Jedoch zeigten sich bei diesem Symptome einer psychischen Erkrankung. In einer Extremsituation schnitt er sich ein Ohr ab. Bald darauf wies sich van Gogh in die Psychatrie Saint-Paul-de-Mausole in Saint-Rémy ein. Wenngleich es zu widerholten psychiatrischen Episoden der Verwirrung kam, hoffte der Künstler, wieder völlig gesund zu werden. In der Klinik malte van Gogh etwa 150 Gemälde.
1890 wurden Arbeiten von ihm in Brüssel ausgestellt und fanden Anerkennung bei Kollegen und Kritikern. Van Gogh litt jedoch mittlerweile unter extremen Ängsten um seine Gesundheit und Zukunft. Er beging Suizid. Am 27. Juli 1890 schoss er auf sich selbst und starb zwei Tage später.

Das Mohnfeld

Das Mohnfeld-Gemälde malte van Gogh im Juni 1889 in Saint-Remy. Es weist einige Techniken auf, die für seine Arbeiten typisch sind, die Verwendung von hellen und reinen Farben, die Betonung der Fläche, durch Komplementärfarben hervorgerufene Kontraste, gestrichelte Pinselzüge und die Vereinfachung der Form bei gleichzeitiger Übersteigerung der Farbe.
Die Van Gogh-Marke dieses Monats erscheint auch in selbstklebender Form. In der Markenbox „Vincent van Gogh-Mohnfeld“ sind 100 Exemplare enthalten.
Die Sondermarke „Vincent van Gogh-Mohnfeld“ kostet 155 Cent. Sie wurde von Stefan Klein und Olaf Neumann mit einem Foto Marcus Meyers des Gemäldes Mohnfeld entworfen. Im Mehrfarben-Offsetdruck produzierte die Bundesdruckerei GmbH, Berlin. Sowohl die nassklebende als auch die selbstklebende Briefmarke sind 39 Millimeter mal 33 Millimeter groß. Bei der Niederlassung Philatelie in Weiden kann der nassklebende Wert unter der Nummer 151104870, die Markenbox unter der Nummer 1610 04002 bestellt werden. Die nassklebende Sondermarke erhielt die Michelnummer 3512, dem selbstklebenden Wert wurde die 3519 zugeordnet. Im Philotax-Katalog gelten die Nummern 3381 und 3388.

Mehr über die deutschen Briefmarkenneuheiten des Januars erfahren Sie in Ihrem BMS 1/2020. Das Heft ist ab dem 20. Dezember 2019 erhältlich.


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Authored by: Marius Prill

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