Tipp zum Wochenende: Ausstellung Germania – Marke und Mythos

Tipp zum Wochenende: Ausstellung Germania – Marke und Mythos

Das Museum für Kommunikation Frankfurt zeigt aus dem Bonner Archiv für Philatelie erstmals öffentlich bis zum 31. Mai 2020 eine Auswahl der zahlreichen Konkurrenzentwürfe zur Briefmarken-Dauerserie Germania.

Vor 120 Jahren, am 1. Januar 1900, gab die Deutsche Reichspost eine Serie von neuen Briefmarken heraus, in deren Mittelpunkt Marken mit dem Motiv der „Germania“ standen. Diese Serie war insgesamt 22 Jahre lang in Gebrauch, eine für Briefmarken ganz ungewöhnlich lange Umlaufdauer. Dieser lange, historisch sehr wechselvolle Zeitraum erklärt aber auch, warum die „Germania“ bis heute zu den bekanntesten und prägendsten Postwertzeichen Deutschlands gehört.

Konkurrenzentwürfe dokumentieren Geschichte


Das Museum für Kommunikation Frankfurt zeigt aus dem Bonner Archiv für Philatelie erstmals öffentlich bis zum 31. Mai 2020 eine Auswahl der zahlreichen Konkurrenzentwürfe rund um den Gewinnerentwurf des Grafikers Paul Eduard Waldraff. Ihre Motive lassen bedeutende Rückschlüsse auf die politische Situation zu.
Mit der Ausstellung präsentiert das Museum für Kommunikation nicht nur bisher niemals ausgestellte Marken und Grafiken einer breiten interessierten Öffentlichkeit, sondern es nimmt das Motiv zum Anlass für einen kritischen Blick auf das aktuell vieldiskutierte Thema einer nationalen Identität, die stets neu definiert werden muss.

Wechselnde Interpretation des Symbols


Die „Germania“ stand bereits 1848 für die demokratische Bewegung sinnbildlich für die nationale Identifikation Deutschlands und verkörperte die freiheitliche Aufbruchstimmung jener Zeit. Später erfuhr sie weitere Deutungen; es blieb der Anspruch, als Symbbol für ganz Deutschland zu stehen, wenngleich die Darstellung kriegerischer wurde. Als Briefmarkenmotiv sollte die Germania wohl auch die Vereinheitlichung des Postwesens zu erleichtern.
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 9 bis 18 Uhr; samstags, sonn- und feiertags von 11 bis 19 Uhr. Schulklassen und Gruppen haben freitags freien Eintritt. Expertenführungen (Anmeldung erforderlich) am 11. März und 27. Mai. www.mfk-frankfurt.de.

Weitere aktuelle und zukünftige Veranstaltungen finden Sie auf den Seiten Treffpunkte, Vorträge, Jugend-Treffpunkte und Auktionskalender.

© Beitragsbild: Museum für Kommunikation; Konkurrenzentwurf zur Germania-Marke von Anton Krüger 1899. (Seite 36, Entwurfsalbum Germaniamarken; Inventar Nr. 2.2003.128, Abbildungsnachweis: Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Archiv für Philatelie, Bonn)


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Authored by: Birgit Freudenthal

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