Löschen und retten: 140 Jahre nationaler Feuerwehrverband Frankreich

Löschen und retten: 140 Jahre nationaler Feuerwehrverband Frankreich

Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in Deutschland die ersten Freiwilligen Feuerwehren. Die Einheit, die sich 1846 in Karlsruhe bildete, nannte sich Pompier-Corps, orientiert am französischen Begriff unseres Nachbarlandes, dort wird der einzelne Feuerwehrmann „le pompier“ genannt, unter dem Plural „les pompiers“ wird allgemein die Feuerwehr verstanden.

Bereits 1793 gründete sich in Paris die erste Berufsfeuerwehr. Der französische Feuerwehrverband „Fédération nationale des sapeurs-pompiers de France“ entstand etwas später, er feiert aktuell sein 140-jähriges Bestehen. In Kooperation mit dem staatlichen Postunternehmen La Poste wird am 27. Juni ein repräsentativer Block mit vier 1,16-Euro-Werten erscheinen. Jede der Marken verweist auf die gemeinsame europäische Notrufnummer 112. Der Block veranschaulicht die gestiegenen Ansprüche an die Feuerwehr. Neben der klassischen Brandbekämpfung ist sie auch bei Verkehrsunfällen, Unwettern, Überschwemmungen, Naturkatastrophen oder bei Verunreinigungen durch radioaktive, biologische oder chemische Stoffe gefordert.

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Der 143 mal 105 Millimeter große Block zeigt die vielfältigen Auf­gaben der Feuerwehr, seine Auflage beträgt 350 000 Exemplare.

3,6 Millionen Einsätze

17 von 100 französischen Feuerwehrleuten sind Frauen. Im Jahr 2020 löschten knapp 252 000 Feuerwehrleute mehr als 282 000 Brände in Frankreich und rückten über 3,6 Millionen Mal aus, um Opfern zu helfen, darunter waren 238 000 Einsätze bei Straßenverkehrsunfällen. Außerdem bekämpfte die französische Feuerwehr 3000 Fälle von Umweltverschmutzung und rettete 38 000 Tiere.

In Deutschland verfügen 110 Städte über eine Berufsfeuerwehr. Knapp 35 000 Personen sind in diesen Berufsfeuerwehren tätig. Etwa ebenso viele Menschen arbeiten für 760 Werksfeuerwehren. Darüber hinaus gibt es mehr als 22 000 Freiwillige Feuerwehren mit über einer Million Aktiven. Die Zahlen vom Jahresende 2019 stammen vom Deutschen Feuerwehrverband. Der Frauenanteil bei der Berufs- und Werksfeuerwehr beträgt jeweils nur gut zwei und dreieinhalb Prozent. Bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren sich gut zehn Prozent Frauen, aber die Jugendfeuerwehr lässt hoffen. Mit 28,3 Prozent Mädchen ist fast ein Drittel des Nachwuchses weiblich.

Kontakt: Motiv-Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr e.V. / Text: Kai Böhne


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Authored by: Kai Böhne

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